eLeW, ein Land eine Welt - Forum 9 zu politischen und technischen Belangen des Internet
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Thema: Digitale Kluft zwischen armen und reichen Ländern |
London hat mehr Internetanschlüsse als ganz Afrika. Mit jedem Jahr wird diese Kluft größer.
Auf dem World Summit on the Information Society (WSIS) in Tunis (seit gestern und bis morgen noch) hat der Amerikaner Negroponte, Mitgründer des legendären Media Lab am Massachusetts Institute of Technology (MIT), seinen 85-Euro-Laptop für Schulkinder in Entwicklungsländern vorgestellt. Bis zu 200 Millionen Stück will die von Negroponte gegründete gemeinnützige Initiative "Ein Laptop pro Kind" in Zukunft in alle Welt schicken.
In 2003 wurde in Indien der Rechners „Simputer“ entwickelt, auch um bei der Überwindung der digitalen Kluft zu helfen. Nur 0,4% der Inder gelangen ins Internet.
Von 170 Millionen Brasilianern haben rund zwei Millionen einen Internetzugang. Um das zu verbessern hat der brasilianische Staat den Volkscomputer, Computador Popular, entwickelt.
Das Problem in der dritten und vierten Welt sind fehlende Telefonverbindungen und zu hohe Online-Kosten. Immerhin sollen Schulkinder den Laptop geschenkt bekommen. Negropontes Laptop kann WLAN-Verbindungen aufbauen und per Kurbeldrehung mit Strom versorgt werden.
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Heute gibt es die Meldung, dass Uruguay als erstes Land jedem Schulkind einen Laptop schenkt. 400.000 Laptops sind schon an die 2360 staatlichen Grundschulen ausgeliefert worden.
Es handelt sich um die oben genannten XO-Laptops von der amerikanischen Organisation "One Laptop per Child".
Die Laptops haben sich inzwischen von den vorgesehenen 100 Dollar pro Stück auf 230 Dollar verteuert, aber immerhin kann das Bildungssystem einen Riesensprung vorwärts machen.
Der Initiator Nicholas Negroponte sagt übrigens: "Es ist ein Bildungs-Projekt, kein Laptop-Projekt." Für mich ist es ein Emanzipations-Projekt
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