eLeW, ein Land eine Welt - Forum 1 und FAQ
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Thema: Weltsozialforum in Nairobi/Kenia |
Vom 20.1.07 bis zum 25.1.07 findet in der Hauptstadt von Kenia das Weltsozialforum statt. Seit 2001 findet es jährlich als neo-soziale Gegenveranstaltung zum neo-liberalen Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos statt.
Die 9 Hauptziele sind:- 1. Building a world of peace, justice, ethics and respect for diverse spiritualities - Gestaltung einer Welt des Friedens, der Gerechtigkeit, Ethik und der Achtung unterschiedlicher Religionen;
- 2. Liberating the world from the domination of multinational and financial capital - Befreiung der Welt von der Vorherrschaft des Kapitals der multinationalen Konzerne und Banken;
- 3. Ensuring universal and sustainable access to the common goods of humanity and nature - Wahrung des allgemeinen und nachhaltigen Zugangs zu den gemeinsamen Gütern der Menschheit und der Erde;
- 4. Democratization of knowledge and information - Demokratisierung von Wissen und Information;
- 5. Ensuring dignity, defending diversity, guaranteeing gender equality and eliminating all forms of discrimination - Wahrung der Menschenwürde, Verteidigung der Vielfältigkeit, Garantie der Gleichberechtigung der Geschlechter und Auslöschung aller Formen von Ungleichbehandlung;
- 6. Guaranteeing economic, social, human and cultural rights especially the right to food, healthcare, education, housing, employment and decent work - Garantie der wirtschaftlichen, sozialen, menschlichen und kulturellen Rechte, insbesondere der Gesundheitsfürsorge, Bildung, Wohnung, Beschäftigung und zumutbarer Arbeit;
- 7. Building a world order based on sovereignty, self-determination and rights of peoples - Errichtung einer Welt, basierend auf Souveränität, Selbstbestimmung und Menschenrechte;
- 8. Constructing a people-centred and sustainable economy - Aufbau einer am Menschen orientierten und nachhaltigen Wirtschaft;
- 9. Building real democratic political structures and institutions with full people’s participation on decisions and control of public affairs and resources - Herstellung wirklicher demokratischer Strukturen und Institutionen unter voller Beteiligung des Volkes an Entscheidungen und der Kontrolle aller öffentlichen Angelegenheiten und Reichtümer.
Ziel 7 enthält die Menschenrechte und die ermöglichen alle 9 Ziele quasi automatisch, wenn sie denn eingehalten würden.
Übrigens das eLeW-Programm sind die Menschenrechte.
Und hier drei Links:
Homepage (Englisch) des Weltsozialforums
Meldung des ZDF und der Deutschen Welle
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Hier Informationen zum Gegenstück
http://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftsforum
Die Stiftung wird von über 1000 weltweit führenden Wirtschaftsunternehmen getragen. Die Stiftungsmitglieder müssen dabei entweder über einen genügend hohen Umsatz verfügen oder eine wichtige gesellschaftliche Stellung einnehmen. Präsident der Stiftung ist Klaus Schwab. Neben dem Jahrestreffen finden Regionaltreffen statt; unter anderem der jährliche „Central- and Eastern European Summit“ in Salzburg. Er wurde später in „European Economic Summit“ umbenannt.
Argumente der Gegner
• Es mangele an demokratischer Legitimation: Es werden Weichenstellungen vorgenommen, die die ganze Welt betreffen, die Bürger sind jedoch nicht in Entscheidungen eingebunden. Kritisiert wird, dass es sich bei der Elite von Wirtschaft, Politik und Showbusiness nicht um einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung handelt.
• Obwohl von Befürwortern immer wieder der Einbezug aller Regionen der Welt genannt wird, stammen 70 Prozent der Teilnehmer aus Europa und Nordamerika, 15 Prozent aus der Asien-Pazifik-Region und nur 4 Prozent aus Lateinamerika.
• Die meisten Teilnehmer beschränken sich auf das Knüpfen von Geschäftsverbindungen, so war 2005 z.B. ein Seminar über das „Entdecken des nächsten wirtschaftlichen Flops“ sofort ausgebucht, während man für „Zahlen sich die Menschenrechte aus?“ nicht einmal eine Anmeldung benötigte. Trotz der Versprechen, sich auch sozialen Themen anzunehmen, werden die meisten Entscheidungen im Bereich der Wirtschaft gefällt.
• Nur 8 Prozent der Teilnehmer kommen von Non-Profit-Organisationen. NGOs treten eher als Bittsteller auf, als wirkliches Mitspracherecht zu haben.
• Das Forum kostet über 60 Mio. USD (2005). Würde man diesen Betrag z.B. in Entwicklungshilfe investieren wäre der Effekt größer als die Resultate des WEFs.
• Die Beitrittsgebühr von 37.600 USD (2005) macht den Beitritt für weniger wohlhabende Personen unmöglich.
• Andere kritisieren, dass nur heiße Luft produziert werde, aber nichts entschieden, da das Gremium keinerlei Kompetenzen hat.
Argumente der Befürworter
• Nur am WEF treffen Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kultur in diesem Ausmaß aufeinander – nur durch Berücksichtigung aller Bereiche können globale Probleme angegangen werden.
• Das WEF ist eine Non-Profit-Organisation.
• Durch die gewaltige Medienpräsenz unterliegen alle Diskussionen und getroffene Vereinbarungen, zu denen Medien zugelassen sind, öffentlicher Kontrolle.
• Das WEF hat bereits gute Resultate gezeigt, beispielsweise haben 1994 Shimon Peres und Jassir Arafat hier zum ersten Mal ein Abkommen entworfen und 1992 haben sich Frederik Willem de Klerk, der damalige Präsident von Südafrika, Nelson Mandela und Mangosuthu Buthelezi, Anführer der Zulu, zum ersten Mal versammelt.
• „Wenn man etwas tun will muss man mit Dialog anfangen – wir sollten uns nicht für Dialog entschuldigen müssen“, Zitat von Mark Adams, Sprecher des WEF
Man muss wirklich sehr naiv gestrickt sein, wenn man über dieses Wissen, noch annimmt, dass diese private Veranstaltung die Interessen der gesamten Menschheit im Auge hat. Ganz im Gegenteil!
Es wird Zeit, dass das Schicksal der Menschheit in Händen einer Auswahl aus allen Schichten der Gesellschaft gelegt wird.
Dafür ist das Weltsozialforum ein guter Anfang.
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Was geschieht nun aktuell in Davos?
http://www.szonline.ch/pages/index.cfm?dom=30&rub=100004698&nrub=0&sda=1&Artikel_ID=101466924
Zitat
Das diesjährige Treffen unter dem Titel «Verschiebung des Machtgleichgewichts» dauert vom kommenden Mittwoch bis am 28. Januar. Die Teilnehmer müssten sich mit dem schizophrenen Zustand der Welt beschäftigen, erklärte Schwab vor den Medien in Cologny.
Man beachte
Nicht in Davos sind namentlich UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, US-Aussenministerin Condoleezza Rice sowie die prominentesten Namen aus Italien, Spanien und Frankreich sowie aus China und Indien.
Dazu eine Einschätzung von Hans Dietrich Genscher im Inforadio
Interview am, 02.01.2007, 07:25 Uhr
Der frühere Bundesaußenminister, Hans-Dietrich Genscher, sagte am Dienstag im Inforadio vom RBB, eine neue Initiative der Europäischen Union für eine Friedenslösung im Nahen Osten sei dringend erforderlich.
"Wir müssen erkennen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika nicht mehr den Einfluss haben, den sie in der Vergangenheit gehabt haben. Ich glaube, dass nach dem Zweiten Weltkrieg das Gewicht der USA in der internationalen Politik niemals so gering war wie das jetzt der Fall ist."
Diese Entwicklung könne Europa nicht ersetzen. Europa habe aber die Aufgabe, die Lage, die sich daraus ergibt, mit eigenen Initiativen zu ersetzen. "Wir sind der engste Partner der USA, können aber nicht die Probeme lösen, vor denen die amerikanische Politik jetzt steht. Aber wir müssen die Probleme lösen, an denen Europa elementar interessiert ist."
Dazu gehöre, so Genscher weiter, die nahöstliche Region und das Verhältnis Israel-Palästinenser. "Das ist unsere Nachbarregion, das geht uns unmittelbar an und deshalb würde ich es sehr begrüßen, wenn die Bundesregierung in dieser Frage einen ganz deutlichen Akzent setzt."
Es bestehe ja schon eine Übereinkunft, dass das so genannte Nahost-Quartett eine neue Initiative startet. Wie sie aussehen soll und wie man sie voranbringt, das ist jetzt eine der herausragenden Aufgaben der Bundesregierung, erklärte das Ehrenmitglied der FDP./may
Hans-Dietrich Genscher, FDP Ehrenvorsitzender
Wer ist für den schizophrenen Zustand der Welt verantwortlich? Das können doch nur die selbsternannten "Führer" sein ,oder?
Sind schon wieder Leute am Werk, die sich um eine Neuaufteilung der Welt bemühen? Welche Folgen wird das für uns haben. Könnte diese Situation auch andere, bessere Weichenstellungen möglich machen oder müssen wir zwangsläufig wieder in einen großen Krieg schlittern?
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Könnte mir mal einer sagen, wie das gehen soll: Aufbau einer am Menschen orientierten und nachhaltigen Wirtschaft?
Der Besitzer von einer Firma will Gewinne machen. Seine Konkurrenz auch. Je härter der Konkurrenzkampf, desto rücksichtsloser muss er die Arbeiter auspressen oder ansonsten einpacken.
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Jänner: Könnte mir mal einer sagen, wie das gehen soll: Aufbau einer am Menschen orientierten und nachhaltigen Wirtschaft?
Henry Ford würde sagen, meine Arbeiter sollen soviel Lohn erhalten, dass sie sich auch einen Ford leisten können.
Oskar Lafontaine sagt, "Erstens: Der Kapitalismus macht den Fehler, den Menschen der Wirtschaft unterzuordnen. Zweitens: Kommunismus und Stalinismus haben den Fehler gemacht, den Menschen der Partei und dem Staat unterzuordnen. Wir brauchen aber eine Gesellschaftsordnung, in der der Mensch weder der Wirtschaft noch einer Partei noch dem Staat unterworfen wird."
Die eLeW will Vollbeschäftigung, das Menschenrecht (nicht die Pflicht) auf Arbeit, mehr Freizeit und meint, eine Entlastung von Arbeit durch Rationalisierung ist human und erwünscht. Produktivitätssteigerungen als Ergebnis von Rationalisierung gehören beiden, Arbeitgeber und -nehmer, gleichermaßen.
Am Menschen orientiert ist die Idee der sozialen Marktwirtschaft: Der Markt lässt Firmen erblühen und verwelken und ein angemessener Anteil des Gewinns verwendet die Gemeinschaft für das soziale Netz und der Rest wird zwischen Arbeitgeber und -nehmer, ebenfalls angemessen, geteilt.
So einfach, wenn alle in 24/7-Basisdemokratie mitmachen.
Die eLeW hilft dem Menschen und unterwirft ihn nicht, wie Lafontaine es wünscht und vielleicht sich selbst nicht dran hält.
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Der Besitzer einer Firma, einer Idee usw. darf/soll ja Gewinne machen. Dafür kann/ muss er Mitmenschen finden, die ihm bei der Umsetzung behilflich sind, die er anteilig ihrer Leistung am Gewinn beteiligt/ beteiligen sollte. Wenn er seinen Mitmenschen zu wenig zahlen sollte und ein Konkurrent seinen Mitarbeitern mehr, wird der erste eventuell auch einpacken können, da ihm die Mitarbeiter davonlaufen würden?.
Da aber der Marktpreis für Arbeit durch die konsequente Politik von Arbeitgebern Eigentümern und Gewerkschaften derart in den Keller gerammt wurde, dass Arbeit fast nichts mehr Wert ist, wird der arme Arbeitgeber (und auch die Arbeitnehmer) gezwungen seine Mitmenschen (sich selbst) immer rücksichtsloser auszupressen.
Auswege sind ja schon angedacht zum Beispiel der viel zitierte Gesell aber diese Auswege sind nicht erwünscht, weil sie den Besitzern und Verwaltern(Banken/ Bürokraten) von Geld und seiner Erscheinungsformen (Aktien z.B.) vor allem ihrer Macht über die Gesellschaft berauben würden.
Es ist schon sehr erstaunlich, respektabel, was sich vor allem kleinste Arbeitgeber antun, sich ihre Selbständigkeit bei Besitzern und Verwaltern(Banken/ Bürokraten) von Geld erkaufen, Risiko und Umsetzung selbst tragen, Gesundheit und Lebensqualität ganz hinten ansiedeln.
Das Leben will ja niemand für umsonst, es sollte jedoch lebenswert sein und diejenigen die ihr Leben fast Umsonst, schmarotzend, komplett rücksichtslos auf Kosten der Allgemeinheit, der Natur, der Umwelt hinter sich bringen, sollten umerzogen, eingezäunt, abgeschafft werden. Die sind die waren Geißel der Menschheit!
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Hier ein Hinweis an Jänner, wie das Problem mit den Arbeitskräften in Europa in Zukunft gelöst werden soll. Von langer Hand vorbereitet.
Eine Zusammenfassung von:
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/56739
Es gibt auch für die Unternehmer einen Service unserer Bundesregierung (der Regierung von/für Unternehmer?)
Empfehlenswert das kostenlose Musterexemplar von Thailand, so kann man erst mal 5 € sparen und sieht, welchen Nutzen dieser Service für Unternehmer haben könnte. Nicht zu viel zu bezahlen!! Diesen Service wird es auch für Unternehmen aus dem Ausland gegen deutsche Arbeitnehmer geben. Da bin ich mir sicher.
Es ist also die Regierung, des Volkes Vertreter ;-)),
die an den Aufbau einer am Menschen orientierten und nachhaltigen Wirtschaft nicht interessiert ist?
Wen haben wir eigentlich gewählt?
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