Heute um 19:30 Uhr gibt es im Deutschlandradio die Helden der Arbeit, Selbständige in armen Stadtteilen.
In den neuen Armutszonen deutscher Großstädte entsteht eine neue Form der Selbständigkeit. Familien eröffnen dort kleine Läden, Imbisse und Werkstätten. Vieles wirkt improvisiert.
In einigen deutschen Großstädten haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten neue Armutszonen herausgebildet. Viele "etablierte" Einzelhändler und Handwerker haben sich dort wegen schwacher Kaufkraft und überdurchschnittlicher Kriminalität zurückgezogen - manchmal völlig, manchmal in gut gesicherte Einkaufszentren.
Stattdessen breitet sich in diesen Stadtteilen die Welt "neuer Selbstständigkeit" aus: von Lebensmittelgeschäften, Änderungsschneidereien, Imbissen, bescheidenen Restaurants, Internetcafés oder Gebrauchtwarenläden bis zu kleinen Autowerkstätten, Transport- oder Baufirmen.
Die Preise sind gewöhnlich deutlich niedriger als in der restlichen Stadt, dafür wirkt das Angebot manchmal wie improvisiert. Es sind meist Familienbetriebe - oft helfen Kinder mit.
Das ist nur ein Zwischenhalt auf dem Absturz in unser aller Elend. Die Beschreibung erinnert mich kolossal an meine Aufenthalte in der dritten Welt. Da wo Mittelstand blühte, taucht jetzt das von-der-Hand-in-den-Mund-leben auf. Jetzt dürfen die Kinder noch mitarbeiten, nicht lange, dann müssen sie auf die Müllhalden. Wenn nämlich die genannten Familienbetriebe dorthin wandern müssen.
Gibt es kein Zurück. Ja, meine Meinung weiter oben vom 22.10.2005, 15:44 Uhr
Oder z.B. zurück zur vertikalen Preisbindung.
In Deutschland 1974 verboten, um den oben genannten Familienbetrieben die Existenz zu vernichten. Oder den (Beispiel Götz Werner dm-Märkte) Ketten zum Fraß vorzuwerfen. Zur Zeit wird den Apotheken die Existenz geschmälert, um angeblich den Wettbewerb zu verbessern (DocMorris N.V. als Apothekenverschlinger) und in Wirklichkeit den Marsch zur Müllhalde zu beschleunigen.
|