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Thema: Der Grundgedanke ist falsch |
Was die eLeW betrifft, denke ich, daß der Grundgedanke falsch ist. Offensichtlich wird davon ausgegangen, daß durch eine breite gesellschaftliche Diskussion ein gesamtgesellschaftlicher Grundkonsens über eine Gesellschaftsveränderung erreicht werden kann, dem dann alle zustimmen können.
Dieser Gedanke beachtet aber nicht, daß es in der Gesellschaft objektive Interessenunterschiede gibt. Immer wenn es bei der eLeW in freier Diskussion neue Gedanken gibt, werden neue Interessenten / Sympathisanten gewonnen werden können, aber andere bzw. alte Interessenten / Sympathisanten gehen verloren.
Das kann dazu führen, daß es zwar immer eine lebendige, interessante Diskussion gibt, aber keinen größer werdender Zulauf entsteht.
Ich denke, man muß mal entscheiden, was man für richtig hält, und sich darauf festlegen.
Demokratie heißt für mich, daß verschiedene Meinungen nebeneinander stehen. Durch Wahlen wird sich auf lange Sicht das Richtige dann durchsetzen. Es ist aber auch normal, daß sich mit der Zeit ändert, was das Richtige ist.
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Hört sich doch gut an, wenn durch eine breite gesellschaftliche Diskussion ein gesamtgesellschaftlicher Grundkonsens erreicht werden kann.
Warum muss der denn danach zu einer Gesellschaftsveränderung führen?
Gibt es einen Grundkonsens über Bildung, Arbeitsplätze, Steuern, Kommunale Aufgaben, Landesverteidigung, Fürsorge usw. haben die Volksvertreter genug zu tun, das umzusetzen. Dabei werden die objektiven Interessenunterschiede doch nicht untergebuttert, sondern im Konsens eingebunden.
Der Grundgedanke 2003 war, dass es mit Hilfe des Internets (eLeW als Internetpartei für eine 24/7-Demokratie) möglich sein sollte, über alles Parteiengezänk hinaus und gegen alle Ichvertreter in den Parlamenten (Genossen der Bosse) unter Einbindung aller, den Volksvertretern den Willen des Volkes zu vermitteln. Ein Wille, der demokratisch das Richtige für die Zukunft 24/7 ermittelt und äußert. An dem der Einzelne mitwirkt, wann immer, 24/7, es ihm danach ist.
Was in 2011 klar ist, der Grundgedanke gelangt nicht zum Volk.
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