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Thema: Eigentum wird belohnt und Leistung bestraft


An der Abschaffung von Eigentum ist der Kommunismus gescheitert und auch die DDR verkommen, betrachtet man den Zustand der Gebäude in der Vorwendezeit. Das Besitzenwollen ist nun mal eine der stärksten menschlichen Triebfedern. Der Einzelne strengt sich an, um etwas zu haben. Insofern haben die Menschenrechte recht, dass sie ihm das Erworbene, das Eigentum zugestehen.
Wichtig ist halt die Ergänzung, dass Eigentum auch verpflichtet.



>An der Abschaffung von Eigentum ist der Kommunismus gescheitert und auch die DDR verkommen.<
Der Kommunismus ist am Eigentum gescheitert, nicht durch die Abschaffung von Eigentum, sondern auf Betreiben des Eigentums, wie Finanzierung der Konterrevolution unter Stalin und ist damit auch für diesen unbeachteten Völkermord verantwortlich. Auch die neuzeitlichen bunten Revolutionen gehen auf das Treiben des Eigentums zurück.
>Wichtig ist halt die Ergänzung, dass Eigentum auch verpflichtet.<
Schon, aber das reicht scheinbar nicht. Ein gewisser Zwang wird wohl erforderlich sein. Wie beim Bauern, wenn er nicht düngt, geht seine Ernte und er selbst zugrunde. Sprich Eigentum muss teilen, zurückgeben.



Nun ist wieder einige Zeit ins Land gegangen und das spezielle Interesse des Eigentums hat sich in neuen leuchtenden Nuancen gezeigt.
Das Handeln einer kleinen Minderheit mit dem grössten Besitz an Eigentum sucht sich neue alte Wege zur Vermehrung selbiges. Dazu bedient man sich neuerdings mal wieder auch der Satire, wobei man sich die Frage stellen muss, ob das wirklich nur Satire ist oder einfach ein Angriff auf den Status Quo, um andere Aktivitäten begründen zu können. Dazu haben sich beide Seiten hilfreich in die Hand gespielt. Die Seiten, welche über das Eigentum verfügen: mediale, politische, wirtschaftliche, religiöse und nicht zuletzt finanzielle Macht.
Allen stellt sich die Frage, wie kann man diese Übermacht bändigen? Denn Eigentlich wollen die Menschen in Frieden miteinander Leben. Wahrscheinlich ist, dass wir es dem Selbstlauf überlassen und die Überlebenden wieder erschreckt fragen: Wie konnten wir das zulassen?
Auch wieder in zeit-fragen.ch habe ich folgende Initiative gefunden. Auf deutsch gibt es nur dort einen Artikel. Anfragen bei der ARD (mit freundlichem Interesse und Verweis auf andere bis nach Singapur verwiesen, letztlich ohne Antwort) beim ZDF mit beharrlichem Schweigen, scheint diese Initiative nicht in unsere Presse- und Informationslandschaft zu passen. Was leicht zu verstehen ist. Dessen ungeachtet bin ich der Meinung , dass diese Initiative mehr Öffentlichkeit verträgt.
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Höpfner

Original
http://www.perdana4peace.org/declaration.html

http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_138a/INDEX.HTM

Artikel 1: Zeit-Fragen Nr.4 vom 23.1.2006:

Die Kuala-Lumpur-Inititative zur strafrechtlichen Verfolgung des Krieges vom 17. Dezember 2005
«The Kuala Lumpur Initiative to Criminalise War, 17th December 2005»
zf. Vom 14. bis 17. Dezember fand in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur unter dem Vorsitz des ehemaligen Premierministers von Malaysia, Dr. Mahathir Mohamed, das «Perdana Global Peace Forum» statt. Rund 2000 Teilnehmer aus allen Erdteilen fanden sich zu dieser Initiative zusammen, deren Ziel ein weltweites und nachhaltiges Engagement zur Ächtung des Krieges als ein Verbrechen, als legitimierter Massenmord, als inhumanes und unzivilisiertes Mittel zur Lösung von Konflikten und Auseinandersetzungen ist. Nicht-Regierungsorganisationen rund um die Welt sollen sich die Bildung einer weltweiten Friedensbewegung zum Anliegen machen, die sich einer Kultur des Friedens als wahrer Ausdruck der Menschlichkeit und des Menschseins verpflichtet. Die Initiative soll allen konstruktiven Kräften als Plattform dienen, den Dialog im Respekt vor der andern Meinung fördern, um Antworten auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu finden. In der Diskussion um Sicherheit von Staaten, Regionen und der Welt insgesamt soll der Frieden als wichtigstes Element erkannt und gefördert werden. Die Konferenz schloss mit einer Schlusserklärung, die wir nachstehend abdrucken.
Zu den Unterzeichnern gehören unter anderen Dennis J. Halliday, ehemaliger Assistant Secretary General bei der Uno und Koordinator des Oil for Food Programmes im Irak. Hans Graf von Sponeck war sein Nachfolger in dieser Aufgabe. Beide langjährigen Uno-Diplomaten traten aus Protest gegen die Fortsetzung der Sanktionen und den Missbrauch der Uno zurück und widmen sich seither weltweit dem Anliegen des Friedens.
Das Kuala-Lumpur-Global-Peace-Forum betroffener Völker auf allen 5 Kontinenten
vereint in der Überzeugung, dass Frieden die wesentliche Bedingung für das Überleben und für das Wohlergehen der Menschheit ist,
entschlossen, den Frieden zu fördern und nachfolgende Generationen vor der Geissel des Krieges zu bewahren,
empört über den häufigen Rückgriff auf Krieg als Mittel zur Erledigung von Konflikten zwischen Nationen,
beunruhigt darüber, dass Militaristen für weitere Kriege rüsten,
in Sorge, dass der Einsatz bewaffneter Kräfte die Unsicherheit für alle vergrössert,
erschreckt, dass der Besitz nuklearer Waffen und das drohende Risiko eines nuklearen Krieges in die Auslöschung des Lebens auf der Erde münden wird,
erklärt mit dem Ziel, Frieden zu erreichen:
1. Kriege beinhalten zunehmend ein Morden unschuldiger Menschen und sind deshalb abscheulich und verbrecherisch.
2. Morde in Kriegen sind genauso verbrecherisch wie Morde innerhalb der Gesellschaften in Zeiten des Friedens.
3. Da Morde in Friedenszeiten dem nationalen Strafrecht unterliegen, müssen entsprechend Morde in Kriegen dem Internationalen Strafrecht unterliegen.
4. Alle kommerziellen, finanziellen, industriellen und wissenschaftlichen Aktivitäten, die den Krieg unterstützen oder zu ihm anstiften, sollten strafrechtlich verfolgt [criminalised] werden.
5. Alle nationalen Führer, die Aggression initiieren, müssen der Gerichtsbarkeit des Internationalen Strafgerichtshofs unterstellt werden.
6. Alle Nationen müssen den Vorsatz stärken, die Zielsetzungen und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen zu akzeptieren, und Verfahren einrichten, internationale Konflikte mit friedlichen Mitteln beizulegen und auf Kriege zu verzichten.
7. Bewaffnete Kräfte sollen nicht zum Einsatz kommen, ausser wenn der Einsatz durch eine Resolution authorisiert wird, die mit einer Zweidrittelmehrheit aller Mitglieder der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde.
8. Alle Gesetzgeber und alle Mitglieder einer Regierung müssen ihren Glauben an Frieden erklären und versprechen, den Frieden anzustreben.
9. Politische Parteien müssen überall auf der Welt den Frieden als eines ihrer ersten Grundsatzziele aufnehmen.
10. Nichtregierungsorganisationen, die sich die Förderung des Friedens zum Ziel setzen, sollten in allen Nationen eingerichtet werden.
11. Öffentliche Bedienstete und Fachleute, insbesondere im medizinischen, juristischen, erzieherischen und wissenschaftlichen Bereich, müssen den Frieden fördern und aktiv gegen Krieg eintreten.
12. Die Medien müssen aktiv gegen Krieg und die Anstiftung zum Krieg opponieren und bewusst die friedliche Beilegung internationaler Konflikte fördern.
13. Die Unterhaltungsindustrie muss aufhören, den Krieg zu glorifizieren, und sollte statt dessen ein Ethos des Friedens kultivieren.
14. Alle religiösen Führer müssen den Krieg verdammen und den Frieden fördern.
Für die Erreichung dieser Ziele entschliesst sich das Forum, eine permanentes Sekretariat in Kuala Lumpur einzurichten,
um diese Initiative zu vollziehen,
um gegen Richtlinien und Programme vorzugehen, die zum Krieg aufhetzen,
um die Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen weltweit zu suchen, um die Ziele dieser Initiative zu verwirklichen.
Tun Dr Mahathir Mohamad
Imam Feisal Abdul Rauf
Prof Francis A. Boyle
Dr. Helen Caldicott



Toll, dass Herr Höpfner noch hier bei uns ist und mitmacht.
Danke für die neuen Links.

Das einleitende statement von ihm
Eigentum sollte begrenzt werden, denn Eigentum wird belohnt und Leistung bestraft.
ist noch zu wenig beantwortet.

Da muss es doch schon Konzepte und Literatur geben, so dass das Rad nicht neu erfunden werden muss.

Diesen thread hier und die von Herrn Höpfner angegebenen Fundstellen werde ich in einem oder mehreren eLeW-2D-Foren umsetzen.

Alles Gute, Hans. U. Scholz





Hallo,
ich denke, es gibt genug Konzepte und Literatur, wir brauchen das Rad nicht neu erfinden. Diese waren und werden nicht im Interesse des Eigentums sein, sind gründlich diskreditiert und als nicht realisierbar festgelegt worden. Was ich nicht akzeptieren kann und will! Meine Anregungen beziehen sich auf diese, alten Träume in neuem Gewand. Wir müssen wieder zu uns selbst finden und den Menschen zum schöpferischen Mittelpunkt einer lebenswerten, lebensbejahenden Welt werden lassen. Wir dürfen nicht unser Leben, das Leben unserer Kinder und Kindeskinder diesem irrwitzigen, überdimensionierten, imaginären, lebensverachtenden, selbstgefälligen, weltbeherrschenden, verantwortungslosen, mörderischen Eigentum opfern. Millionen? haben haben auch diese Einsicht, sind schon aktiv, ihnen fehlt Öffentlichkeit, wird ihnen verwehrt, Solidarität - dieses Wort missbraucht und verdreht bis zur Unkenntlichkeit -, Menschlichkeit mangelt der Welt.
Was können wir den neuen brutalen Strategien der "Eigentümer" entgegensetzen ausser Zusammenhalt der 97% "Beraubten" gegen die 3% Eigentümer???



Hier gibt es einen "kleinen" Unterschied!

Der Boden auf dieser Erde ist nicht zu vergrößern!

Wenn ein Kind, wo auch immer auf die Erde kommt, besitzt es keinen einzigen qm Boden! Wird es "groß", erben einige wenige den Grund und Boden ihrer Eltern; die Kinder, die Eltern haben, die keinen Grund und Boden haben gehen leer aus!





Der Beitrag: Hier gibt es einen "kleinen" Unterschied

war an Bedächtig gerichtet



Aus

http://www.zeit-fragen.ch/

Artikel 4: Zeit-Fragen Nr.8 vom 20.2.2006

Gemeindefreiheit in Deutschland
Anknüpfungspunkte in der Geschichte
von Karl Müller, Deutschland
«Zutrauen veredelt den Menschen; ewige Vormundschaft hemmt sein Reifen.»
Karl Freiherr vom Stein

....
Aus der Nassauer Denkschrift vom Juni 1807
«Ist der Eigentümer [für Stein konnte nur der wirklich Bürger sein, der auch Eigentümer war; Anmerkung der Redaktion] von aller Teilnahme an der Provinzialverwaltung ausgeschlossen, so bleibt das Band, das ihn an sein Vaterland bindet, unbenutzt; die Kenntnisse, welche ihm seine Verhältnisse zu seinen Gütern und Mitbürgern verschaffen, unfruchtbar; seine Wünsche um Verbesserungen, die er einsieht, um Abstellung von Missbräuchen, die ihn drücken, verhallen oder werden unterdrückt, und seine Musse und Kräfte, die er dem Staate unter gewissen Bestimmungen gern widmen würde, werden auf Genüsse aller Art verwandt oder in Müssig-gang aufgerieben.»
«Ersparung der Verwaltungskosten ist aber der weniger bedeutende Gewinn, der erhalten wird durch die vorgeschlagene Teilnahme der Eigentümer an der Provinzialverwaltung, sondern weit wichtiger ist die Belebung des Gemeingeistes und Bürgersinns, die Benutzung der schlafenden oder falsch geleiteten Kräfte und der zerstreut liegenden Kenntnisse, der Einklang zwischen dem Geist der Nation, ihren Ansichten und Bedürfnissen und denen der Staatsbehörden, die Wiederbelebung der Gefühle für Vaterland, Selbständigkeit und Nationalehre. Der Formelkram und Dienstmechanismus in den Kollegien wird durch Aufnahme von Menschen aus dem Gewirre des praktischen Lebens zertrümmert, und an seine Stelle tritt ein lebendiger, fortstrebender, schaffender Geist, und ein aus der Fülle der Natur genommener Reichtum von Ansichten und Gefühlen.»
Karl Freiherr vom Stein

Meine Gedanken dazu:
In unserer Zeit ist der Bürger nicht mehr Eigentümer, sondern ein anonymer Apparat bestehend aus Staat – national- und Weltmonopolen – global –, die um die möglichst billige Leistung der Bürger buhlen. Während die Monopole sich geschickt in Steueroasen um die Verpflichtung des Eigentums an die Gesellschaft drücken = Steuerflucht, hat sich der Staat über die Jahre durch politischer Motivation der Parteien eine Versorgungsverpflichtung zugelegt, der er ohne Pflicht des Eigentums(Steuern) nicht mehr ausreichend nachkommen kann. Die Last wird auf immer weniger Schultern verteilt(Schultern, die nur im Staat ihre Existenzgrundlage erarbeiten können, Steuern zahlen müssen) und immer mehr Schultern entziehen sich der Last. Das Ende ist abzusehen. Ohne apokalyptisch werden zu wollen, wird dieses Ende in unserer Geschichte parallelen finden.
Deshalb ist es dringend geboten Eigentum wieder persönlich werden zu lassen, der globalen Anonymität zu entreißen und seiner eigentlichen Bestimmung, der Allgemeinheit zu dienen, wieder gerecht werden zu lassen.
Jedoch nicht im nationalen Maßstab, sondern Global.




Hallo,
das Ego schon wieder.
bisher bin ich nur blind herumgetabst und habe nach Gefühl geschrieben. Andere sind da wesentlich besser u.a. www.bohrwurm.net.
freundlichst G.H.



Hallo Herr Höpfner,

mit "Bohrwurm" habe ich telefoniert und hier http://www.elew.de/aktuell/040329.htm ihn auch mal verlinkt. Alles schon länger her.

Leider bei ihm, wie auch bei Ihnen wahrscheinlich, Einzelgängerdasein wird dem Anschluss an die eLeW vorgezogen.

Alles Gute, huscholz

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