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Thema: Was verstehen Sie unter Schwarzarbeit |
Was verstehen Sie unter Schwarzarbeit?
A) Eine alleinerziehende Mutter mit 3 kleinen Kindern, die für den alleinstehenden Nachbarn schnell noch abends, wenn die Kinder endlich schlafen, die Hemden bügelt und dafür denn eigenen Kindern zum Geburtstag ein Geschenk kaufen kann? Sagen wir 50-100 Euro pro Monat schwarz kassiert.
B) Einen arbeitlosen Nachbarn, der mir bei der Wohnungsrenovierung ein paar Tage für sagen wir 500 Euro hilft, damit er dann für seine Frau eine neue Waschmaschine kaufen kann, die schon vor 14 Tagen seinen Geist aufgegeben hat? Sind wir - mein Nachbar und ich jetzt Verbrecher bzw. Sozialbetrüger, weil wir auf unsere Weise das Finanzproblem des Nachbarn human gelöst haben?
Jeden Tag würde in Deutschland für 1 Milliarde Euro schwarz gearbeitet!
Um das zu schaffen, müßten 25 Millionen Vollzeit-Schwarzarbeiter jede Woche 40 Stunden schwarz arbeiten, jeder dritte Deutsche. Wenn das wahr wäre, müßte es nur gelingen, ein Sechstel der Schwarzarbeiter in legale Arbeitsverhältnisse zu bringen, dann hätten wir in Deutschland wieder Vollbeschäftigung und immer noch über 20 Millionen Schwarzarbeiter. ( Autor:Kreutzer)
Da stimmt doch etwas NICHT! Da wird gelogen, falsch informiert, alles auch noch gedruckt, gelesen und vor auch noch geglaubt! Jeder kann das für sich selber nachrechnen ODER auch diesen Wahnsinn und vieles MEHR nachlesen unter:
http://home.knuut.de/EWKberater/Meinung/14016Waldbaum.html
Oder meinen Sie mit Schwarzarbeit, die vom Ausland 0rganisierte Schattenwirtschaft mit ausländischen Billigarbeitern und mit Schaden in Milliardenhöhe, welche NUR aus Profitgier von Wirtschaftskriminellen/ Mafiaorganisationen und Nur in enger Zusammenarbeit mit gewinnsüchtigen Unternehmern und unserem bescheuerten Auftragsvergabegesetz/Ausschreibungsrichtlinien möglich ist?
Wenn Schwarzarbeit/Schattenwirtschaft geklärt ist, kann man die wahren Hintergründe/Ursachen die bisherige Politiker verbockt haben erforschen und geeignete Gegenmaßnahmen festlegen , aber nicht schon vorher die Bevölkerung gegeneinander Aufhetzen und fleißige deutsche Bürger (auch Arbeitslose, die um ihr tägliches Zubrot kämpfen/arbeiten) zu Kriminellen machen.
MfG H.G.
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Der von H.G. eingetragene Link verweist auf Egon. W. Kreutzer, der gestern (hier) in einem Offenen Brief die Schwarzarbeiter-Lüge brandmarkt. Grund für mich, die ausstehende Antwort zu versuchen:
Schwarzarbeit: In 1995 hatte das ZDF in HEUTE eine Nachricht folgenden Inhalts: Ein goldfarbener Mercedes sollte neu lackiert werden. Beim Angebot 3500 DM stellte der Besitzer die Frage, was es denn schwarz kosten würde. Nur 1200 DM, woraufhin der Auftrag schwarz erteilt wurde. Der Besitzer staunte nicht schlecht, als der Neulack schwarz war und verklagte die Werkstatt. Die HEUTE-Meldung war, dass das Gericht die Werkstatt freigesprochen hat. Jeder weiß, hier war der Lackierer ein Spaßvogel, der allgemeine Sprachgebrauch ist nicht zweideutig. Schwarzarbeit findet in der dem Lackierer abgefragten Form täglich in großem Umfang statt.
Definition: Ein Auftrag gegen Bezahlung, bei dem Sozialabgaben und Steuer hinterzogen werden ist Schwarzarbeit.
Meine Schätzung: Pro Tag und Werkstatt deutschlandweit eine Tat im Wert von 300€, mal 300 000 Betriebe mal 300 Tage = 27 Milliarden/Jahr. Die zu schätzende unbekannte Größe könnte also zwischen 10 und 100 Milliarden liegen.
Zu den Beispielen: A) Nein. B) Ja. Das gewählte Beispiel beschreibt eine inhumane Lösung. Dem Nachbarn wäre mit einer Anstellung bei der Malerwerkstatt mehr gedient als mit einmalig 500€.
Alles Gute, Hans U. Scholz
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Namenloser Eintrag auf der Webseite Aussagen zur Beseitigung der Schwarzarbeit am 25.5.2005 um 2:12h. Der oberste Beitrag in diesem thread bezieht sich auch darauf.
'Zum aktuellen Zeitpunkt, also jetzt, kann die Schwarzarbeit nicht unterbunden werden. Andere "Baustellen" abzuändern sind viel viel wichtiger. Wenn es zur Zeit die Schwarzarbeit nicht geben würde, dann würde tatsächlich noch weniger "rund" laufen. Wenn die Bedingungen so geschaffen sind, dass sich eine Rentnerin einen Maler leisten kann, braucht sie keinen Schwarzarbeiter zu beschäftigen. Menschen, die eine Arbeit haben, verdienen z. T. so wenig, dass sie davon noch nicht einmal ihr ganz normales Leben finanzieren können. Schwarzarbeit würde ich als Thema ziemlich weit hinten anstellen. - Das war eine Meinung zu Punkt 1.'
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Wenn wir alle in einem Boot sitzen, dann ist Schwarzarbeit das Loch in diesem Boot. [Spruch soeben erfunden von huscholz :-) ]
In unserer arbeitsteiligen Gesellschaft sind wir darauf angewiesen, uns gegenseitig lohnende Aufträge zu geben. Warum will ich jetzt nicht aufzählen. Eine Aufgabe der Politik ist deshalb, die Voraussetzungen für die Vernichtung von lohnenden Aufträgen zu beseitigen. Besser noch, die Voraussetzungen für die Schaffung von lohnenden Aufträgen zu fördern.
Schwarzarbeit, verdeckt oder gefördert, muss in allen Formen bekämpft werden. Nicht weit hinten angestellt, sondern einfach nebenher, wie selbstverständlich.
Dazu gehört, der Rentnerin nebenbei das Einkommen zu geben, dass ihr erlaubt, wie es ihr Mietvertrag fordert, den Maler zu beschäftigen.
Dazu gehört, mir, huscholz, die Schwarzarbeit zu erschweren. Letzte Woche habe ich 2 Arbeitstage schwarz gearbeitet: Ich habe eine Schreibtischgruppe für rund 200 Euro aus der Metro aufgebaut und einen Schreibtisch für 39€ von Lidl. Das war nicht ganz einfach und auch zeitraubend.
Würden diese Produkte mit einer Strafe von 200% für Sozialabgabenhinterziehung belegt sein, hätte ich mir sicher die Schwarzarbeit erspart und die fertigen Teile ins Haus liefern lassen.
Das soll nur ein Besipiel sein, wie Regierung durch Gestaltung der Verhältnisse das ändern kann, ganz nebenbei, woran ihr liegt. Wenn sie nur wollte.
Wenn ihr wollt, könnt ihr auch, zu Tausenden in der eLeW.
Alles Gute, Hans U. Scholz
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