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Thema: Wg. Planwirtschaft und Marktwirtschaft


Kopie und Auslagerung vom Thema eLeW und die Atomenergie.

Gerhard Höpfner

Au je geht ja nicht, wir haben ja keine Planwirtschaft sondern eine Marktwirtschaft und der Markt wird von Vorhandenem wie Strom, Öl , Gas...bestimmt.

Planwirtschaft scheint genauso verheerend zu sein wie Marktwirtschaft. Bei der Versorgung mit Gütern scheint die Marktwirtschaft besser zu sein. Optimal scheint eine soziale Marktwirtschaft mit gestaltender/planender Politik zu sein. Und das hatten/haben wir schon zum Teil.

Es funktioniert bei meinem Häus'chen so: Der Gesamtwirkungsgrad meines künftigen? Blockheizkraftwerkes ist so gut, dass es bei Massenproduktion konkurrenzlos günstig und energiewirtschaftlich am sinnvollsten ist. Als Pionier nehme ich, wie andere Gleichgesinnte auch, das teure Einstiegsmodell und das Übel, Versuchskaninchen zu sein, aus Einsicht auf mich. (eLeW ist die Heimat der Einsichtigen).
Der Stromumsatz sinkt und wird für andere teurer, was mehr Leute zum Umstieg anregt. Am Ende ist die Stromindustrie auf den Markt, für den sie das Optimum darstellt, umgestellt.
In der Zwischenzeit wird Erdgas, wiewohl für 400 Jahre noch vorhanden, teurer. Da legen sich immer mehr Gemeinden eine Bio-Gasanlage zu. Am Ende ist Deutschland (und die anderen Länder mit eLeWs) energiewirtschaftlich autark.

Andreas, 02.03.07 19:37, andy57@web.de

++++Planwirtschaft scheint genauso verheerend zu sein wie Marktwirtschaft. Bei der Versorgung mit Gütern scheint die Marktwirtschaft besser zu sein. Optimal scheint eine soziale Marktwirtschaft mit gestaltender/planender Politik zu sein. Und das hatten/haben wir schon zum Teil.++++ Zitat
Bei genauerer Betrachtungsweise, kann man diese, wie ich finde, für energiepolitische Belange wichtige Aussage ,so nicht stehen lassen.
Planwirtschaft hat ihre Leistungsfähigkeit eigentlich nie unter Beweiß stellen können , da die Durchführung derselben, immer durch kapitalistische Störversuche behindert worden ist.Als Beispiel sei hier der doch erhebliche Aufwand an Mitteln erwähnt, der nicht zum täglichen Leben von Menschen in Zufriedenheit und sozialer Gemeinschaft , bewältigt werden mußte.Richtig ich rede hier von Mitteln zur Finanzierung von Kriegswaffen,--den Kriegswaffen, die der Planwirtschaftler immer wieder zur Verfügung stellen mußte, um sich dem Zugriff des Kapitals zu entziehen.
Leicht ist es so zu verstehen das eine Planwirtschaft ungeeignet ist, Überschüsse zu erwirtschaften die dann ihrerseits in so perverse Dinge wie Kriegswaffen investiert werden.Da gerät der Plan zur Farce ,und das System zum Staatskapitalismus.So geschehen in den Staaten der ehemaligen UDSSR.

Das soweit zur Versorgung mit Gütern.

Die andere Sache -- die mich wahrscheinlich nicht mehr tangiert, ist wohl die Frage nach dem " Plan " wenn eines schönen Tages die Rohstoffe , weil knapp , geteilt werden müssen?
Sie ahnen es schon, -- wir werden um eine Weltumspannende Planwirtschaft, nicht herumkommen, ohne den Untergang der Menschheit zu provozieren .Die Verfügbarkeit der Ressourcen spielt dabei die Schlüsselrolle. Ein bisschen soziale Marktwirtschaft mehr oder weniger, ist dabei eigentlich sekundär.Es ist auch egal ob sie ihr Häuschen nun mit Wärmepumpe und Stirling heizen, oder ob sie im Keller eine ganze Armee Meerschweinchen am Rad drehen lassen.
Solange das Quantum privat erzeugter Energie sich in bestimmten Grenzen bewegt, dürfen sie sicher sein, daß sich da kein Lobbyist drüber aufregt. Aber verordnen sie mal Solar aufs Dach wie Katalysator unter´s Auto. Spätestens dann haben sie den Verein am Hals .

Ach nochwas, es gibt übrigens Stirlings die sich mit menschlicher Abwärme betreiben lassen.Sie nehmen das Ding in die Hand und können den Goldhamster nach hause schicken.


Gerhard Höpfner, 03.03.07 15:24, azur@blue-cable.de
Für mich ist die Marktwirtschaft, erst recht die soziale, jetzt schon am Ende. Das Ziel für den Markt zu wirtschaften ist längst aus den Augen verloren gegangen. Es geht mehr denn je darum, Profite zu machen, ohne Humankapital zu nutzen bzw. seinen Wert immer mehr zu senken. Das geht z.B.soweit, dass Hedge-Fonds bis in die Politik dringen und den Ausgang der nächsten USA Wahlen bestimmen werden....Die Menschheit, das Leben wird zunehmend perverser dem Gewinnstreben einzelner geopfert. Wobei einzelne auch wieder die Masse sind, die für Nichtstun Kohle absahnen will- das alte Lied. Aber dies ist auch eine Frage der Erziehung und sehr viele sind zu gut erzogen.
Den Nachteil der Marktwirtschaft zeigt die Automobilindustrie. Auf Teufel komm raus werden Massen an Autos produziert, mehr als der Markt verträgt. Obwohl für die Klimakatastrophe verantwortlich gemacht, wird diesem Unsinn von der Politik(sozial) kein Ende gemacht. Im Gegenteil es werden Pläne entwickelt, die die Menschen dazu zwingen/lenken (Steuererleichterungen) diesen Autoberg abzukaufen, zu verbrauchen und dazu zählen auch die Autos, die noch nicht einmal gebaut wurden. Und die alten Fahrzeuge verpesten weiter die Umwelt in den Entwicklungsländern....Deshalb ist zwingend der Verbraucher gefragt, ständig neue Autos mit alter Technik zu kaufen oder die veraltete Technik so lange zu nutzen, bis neue Autos mit neuer Technik angeboten werden. Oder wir bleiben ewige Geißel der marktwirtschaftenden Automobilindustrie. Und die Klimakatastrophe kommt so oder so.
Was wir bräuchten wäre also ein weltumspannender Plan, eine Wirtschaft, die sich selbst dem Menschen unterordnet. Aber damit wären dann 5 oder 10% der Menschen von enormen Nachteil betroffen. Die ärmsten, das sollten wir ihnen nicht antun!! Auf dieses Mitleid sollten wir verzichten! Statt dessen dem neuen den Vorrang geben, es gibt genug Beispiele, Techniken, Innovationen, Ideen, die diesem Plan zum Erfolg verhelfen könnten.
Und die Atomenergie? Diese ist ja noch arger. Deren Abfälle sind tödlich und daraus, wie genial, können langfristig tödliche Waffen gebastelt werden. So ist der Plan, sich von diese zu trennen, sehr zu begrüßen aber der „Markt“ fordert etwas anderes. Und der „Markt“ sind eben nicht die Menschen, und dem Plan, sie darin auf gedeih und verderb schwimmen zu lassen, bleibt der Vorrang.



Zuletzt bearbeitet: 04.03.07 07:56 von Administrator


jetzt wird es lustig.
In dreizehn Jahren wird mein alter renault 19 verboten?
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,469691,00.html
Ist bis dahin der Autoberg abgearbeitet oder will sich hier mal wieder einer hervortun?


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