eLeW, ein Land eine Welt - Forum 1 und FAQ
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Thema: Von der elew möchte ich nicht regiert werden


Hab auch mal bei eLeW vorbei geschaut. Hm.
Erscheint mir etwas unausgegoren und ich hab nicht mal die Bedeutung der Abkürzung eLeW gefunden!
Sie schreiben sich die absolute Basisdemokratie auf die Fahne. Die Mitglieder bestimmen übers Internet alles direkt.
Ob das eine gute Idee ist?
Mal eben per Mausklick den Ein- oder Ausstieg aus der Kernenergie bestimmen. Expertenwissen? Kontinuität?
Irgendwie denke ich da an Einschaltquoten beim TV und was da so gesehen wird. Sicher, Mehrheitsmeinung. Aber so möchte ich nicht regiert werden.



Hallo Einfachso!

In 9 Minuten drei Einträge, das ist Rekord. Danke dafür und für die Fragen. Ohne Fragen keine Aufklärung, sondern oft nur Mißverständnisse.
Gerne lasse ich beim Antworten meinen Mitstreitern den Vortritt, aber du scheinst sie erschreckt zu haben. Also darf ich mal deine Mißverständnisse aufgreifen.

Du möchtest nicht von der eLeW regiert werden, und das sollst du auch nicht. Die eLeW ist die andere Partei. Ganz anders. Die eLeW will nicht regieren. Die eLeW ist deine Partei, damit du regierst. Parteien geben Wahlversprechen ab, dann werden deren Kandidaten gewählt und dann werden die Versprechen gebrochen. Bei DER ganz anderen Partei eLeW setzt du dich für das ein, was die Mehrheit für richtig hält, das übernehmen die Volksvertreter der eLeW von dir, und dann wird das umgesetzt.
Bei historischen Demokratien soll das so gewesen sein. Die waren klein und überschaubar. Jetzt mit dem Internet muss, so meine Hoffnung, das nur richtig organisiert werden, dann ist Demokratie auch heutzutage machbar.

Du hast uns jetzt eine Fahne kreiert. Ich gebe mal Farbe dazu und dann haben wir in goldenen Buchstaben Basisdemokratie auf weißem Grund. Baisdemokratie, bei uns 24Stunden/7Tage, ist so eine gute Idee, dass es den hohen Mast für die Fahne noch nicht gibt. Hissen wir die Fahne auf einem Boot und sehen wir mal.

Wir sitzen alle in einem Boot. Durch die Globalisierung ist uns aus dem Boot ein Raumschiff Erde geworden. Da drin sind wir gefangen. Boot oder Raumschiff, es braucht einen Steuermann, den kybernétes. Der sorgt für Einsatz von Expertenwissen und Kontinuität. Er wendet die Kybernetik an, die Wissenschaft von der Struktur komplexer Systeme, insbesondere der Kommunikation und Kontrolle einer Rückkopplung (engl. Feedback, hier Willen des Souveräns). Und nun kommt der Einwand, die Wähler sind doch keine Wissenschaftler, da wollen wir doch lieber alles den Experten (hier Polit-Egomanen) überlassen. Nein, verd.. noch mal. Wir brauchen die Emanzipation des Wählers und nicht die Jagd nach den von dir genannten TV-Einschaltquoten.
Zuerst entwickeln alle Bootsinsassen den Mehrheitswillen, dann übernehmen die Volksvertreter das, und regeln mit feedback und Kommunikation das System Staat.

Wegen des Raumschiffs Erde muss Politik heute auch globale Regelungen beachten. eLeW heißt ein Land und eine Erde. Die eLeW ist eine von gleichartigen Parteien, die sich global vernetzen. Wenn es die eLeWs nicht schaffen, dann regiert eben das "Geld", so wie bisher. Das Prinzip dabei, ein Land eine Welt, ist das Gleiche wie, "Du kannst nichts ändern, außer bei dir selbst". Wir deutschen eLeWler müssen erst mal hier was ändern. Eine Welt - das ist die Vernetzung mit den anderen.

Die Emanzipation des Wählers ist die Begründung für die Parteiendemokratie und die Berechtigung für die Bezahlung der Parteien durch den Steuersäckel. Das wird schnöde missbraucht. Auch die Parteien verdummen den Wähler.

Der Mensch ist in der Lage, bei körperlicher Unterlegenheit Werkzeuge und Taktiken für die Mammutjagd zu erfinden. Tausende Jahre später ist er auch in der Lage, bei geistiger Unterlegenheit, wobei ich mich meine, die eLeW zu erfinden.

Alles Gute, Hans U. scholz



Respekt, ich dachte schon, es gibt keine Antwort.

Werden sich die eLeW-Absichten aber wirklich über das Internet realisieren lassen? EMNID hat im Auftrag von "simplify your business" Arbeitnehmer befragt. 94% wollen, dass ihr Boss sie führt und motiviert.

Mir scheint, die eLeW wendet sich an die Kleinen. Gerade die wollen ge- und verführt werden. Solche Leute werden die eLeW also ablehnen, womit der eLeW die breite, notwendige, Basis für die Demokratie nicht zur Verfügung steht.



EinfachSo weiß, die Mehrheit liefert nicht die Basis um eine Mehrheit herzustellen. Die Mehrheit würde sogar ablehnen, sich als Mehrheit zu geben.

Was lässt sich darauf antworten, wenn wir an die Lemminge denken, an die Küchenralley an der Börse, wenn die Küchenmädchen anfangen Aktien zu kaufen, in dem Moment, wo die Akteure schon wieder Aktien abstoßen, wenn wir an die leeren Kirchen in guten Zeiten denken oder an Führer befiehl? Keiner hält was von den Massen, selbst der Führer nicht. Die Antwort ist, die Masse ist dumm.

Die Antwort der eLeW ist, es gibt nur Individuen. In einer arbeitsteiligen Gesellschaft vernetzen sich die Individuen und verlieren dabei sukzessive die Gesamtsicht. Inzwischen haben wir das globale Dorf und das weltumspannende Internet. Und damit haben wir die wissensteilige Gesellschaft.

Die anderen Parteien bieten auch Webseiten und Interaktion an, aber ohne Folgen für die Verwalter von Herrschaftswissen. Ich bin mit der eLeW aber der Meinung, die Partei hat zuerst Wissen zu teilen (Warum wird so und so regiert) und dann ein feedback herzustellen, dass den Souverän nicht nur befragt sondern ihm auch gehorcht Das Regieren hat das und das ergeben). Herrschaftswissen wird demokratisiert.

Gegenbeispiel Schröder: Wenn ich nicht die Arbeitslosenzahl halbiere, bitte abwählen. Wenn ich nichts mehr gegen den Bundesrat ausrichten kann, bitte neuwählen. Aber ich trete zur Neuwahl doch wieder an, ihr habt bitte nur mich zu wählen.

Das bringt nicht gleich die Massen zur eLeW, es muss aber jemand anfangen.
Die anderen Basisdemokraten bieten auch Volksbefragung an, aber ohne Folgen für den Wahlausgang. Deshalb ist die eLeW aufgetaucht, für die Nichtwähler hauptsächlich, mit dem Anspruch von 24/7-Basisdemokratie und dem unerhörten Verhalten der Unbestechlichkeit und des Machtverzichts. Hallo Nichtwähler, zur eLeW könnt ihr Vertrauen fassen.

Natürlich alles nur Text hier oben, da wir am Anfang stehen. Deshalb unbedingt die Taten der eLeW verfolgen, oder, viel besser, mitwirken.

Alles Gute, Hans U. Scholz



Ein Leser hier hat dem Satz
Die Antwort ist, die Masse ist dumm.

Die Antwort der eLeW ist, es gibt nur Individuen. In einer arbeitsteiligen Gesellschaft vernetzen ...
entnommen, die eLeW hält die Masse für dumm.

Ich bedaure als Author das Missverständnis. Ausdrücken wollte ich, dass eine nicht näher beschriebene Allgemeinheit die Masse für dumm hält, es aber für die eLeW keine dumme Masse gibt.



Der Grundgedanke der eLeW ist schon gut, aber der Einwand von EinfachSo ist durchaus berechtigt. Natürlich kann das zu Chaos führen, wenn man dem Volk die Abstimmung überlässt. Chaos deswegen, weil das Volk ohne die notwendigen Hintergrundinformationen mit Halbwissen (und teilweise ist noch nichtmal das vorhanden) nur eine emotionale Entscheidung treffen kann. Ob dies dann zu dem gewünschten Erfolg führt, wage ich zu bezweifeln.
Daher sollte das vorrangige Ziel der eLeW (was bedeuten diese Buchstaben eigentlich, ich hab das auf der HP nicht gefunden)
sein, das Volk in erster Linie aufzuklären. Ich kann doch nur etwas entscheiden, wenn ich verstehe, was ich entscheiden soll.
Letztlich bedeutet das, dem Volk die Politik zu erklären. Je besser die Aufklärung ist, desto tragfähiger sind dann auch die Entscheidungen!
Wenn die eLeW so vorgeht, wird vielleicht ein Schuh draus!

Allerdings muß hier erst noch fleissig am Bekanntheitsgrad gearbeitet werden... welche Aktionen sind denn noch geplant? (Ausser der Internetpräsenz)

MfG
Ralf Dorn



Hallo Herr Dorn,

bei der Stiftung der eLeW war der Grundgedanke, eine wählbare Partei zu schaffen. Die Analyse der unwählbaren Parteien führte zu mehreren "Ganz anders" als Bedingung für eine wählbare eLeW.

Und heute erscheint mir das Ergebnis so klar wie 2+2=4.
Vom Negativen her: Kaum will ich ein Übel beseitigen, drängt sich das nächste gesellschaftliche Übel auf. Packe ich eines nach dem anderen an, muss ich in die Politik.
Vom Positiven her: Stelle ich die Würde des Menschen an den Anfang der Liste, entsteht eine Menschenrechtspartei. Setze ich alle Menschen gleich, brauche ich Basisdemokratie.

Challenge:
Natürlich kann das zu Chaos führen, wenn man dem Volk die Abstimmung überlässt. Chaos deswegen, weil das Volk ohne die notwendigen Hintergrundinformationen mit Halbwissen (und teilweise ist noch nichtmal das vorhanden) nur eine emotionale Entscheidung treffen kann.

Vom Übel aus gesehen: Die Bildung geht rapide den Abfluss runter. Schlimmer noch, alle denkbaren Stöpsel werden gezogen.
Vom Positiven her: Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben. Gebe ich ihme die reale Chance, Politik zu gestalten, nimmt er Anteil. Er bildet sich aus Interesse. Ein eLeW-Adressatenkreis sind die Nichtähler. Nicht Verführung mit Wahlersprechen, nicht Führung, sondern "Mach' mal".

Sie sagen es.
Daher sollte das vorrangige Ziel der eLeW (was bedeuten diese Buchstaben eigentlich, ich hab das auf der HP nicht gefunden {eLeW = ein Land eine Welt = bring erst mal D in Ordnung, vergiss dann aber nicht die globale gegenseitige Abhängigkeit und arbeite mit anderen Ländern zusammen})
sein, das Volk in erster Linie aufzuklären. Ich kann doch nur etwas entscheiden, wenn ich verstehe, was ich entscheiden soll. Letztlich bedeutet das, dem Volk die Politik zu erklären. Je besser die Aufklärung ist, desto tragfähiger sind dann auch die Entscheidungen!

Genau.

Allerdings muß hier erst noch fleissig am Bekanntheitsgrad gearbeitet werden... welche Aktionen sind denn noch geplant? (Ausser der Internetpräsenz)


Die vorgezogene Bundestagswahl erwischt uns voll auf dem falschen Fuss. Anhand der Internetpäsenz sollten erst einmal die Grundlagen unserer 24/7-Basisdemokratie entwickelt werden. Dann dachten wir an 2000 Mitglieder für den Beginn einer Kandidatengewinnung. Nun versuchen wir Hals über Kopf den Wahlkampf.

a) Morgen haben wir einen Parteitag, um die wegen der Wünsche des Bundeswahlleiters geänderte Satzung zu genehmigen. Wir erwarten dann die Anerkennung als Partei.
b) Mitglieder werben neue Mitglieder. Ziel, Verdoppelung jede Woche.
c) Ich werbe um Kandidaten. Ziel, in jedem Bundesland eine Liste.
d) Im Wahlkampfforum werden die "kostenlosen" Wahlkampfmittel erfunden. Ziel, wenigstens die Mitglieder machen mit.
e) Suche nach positiven Ereignissen, um positiv in die Medien zu kommen.
f) Versuch, in vielen Foren erwähnt zu werden.
g) Verbesserung der Internetpräsenz.

Sollten wir es bis zum 18.9. nicht packen, hoffe ich von dem Lernprozess zu profitieren. Aber vielleicht machen sich viele anderswo Gebundene die Hilfe für die eLeW zum Anliegen.
Zur Zeit wird die hilflose eLeW selbst um Hilfe gebeten und ich bin im Gespräch mit Arbeitslosen, um zu helfen.

Alles Gute, Hans U. Scholz



Ja, dazu möchte ich auch etwas sagen.

Erstmal hierzu:
Zitat Challenge (Ralf Dorn)
Natürlich kann das zu Chaos führen, wenn man dem Volk die Abstimmung überlässt. Chaos deswegen, weil das Volk ohne die notwendigen Hintergrundinformationen mit Halbwissen (und teilweise ist noch nichtmal das vorhanden) nur eine emotionale Entscheidung treffen kann. Ob dies dann zu dem gewünschten Erfolg führt, wage ich zu bezweifeln.

Dann gleichzeitig hierzu:
Zitat huscholz (Hans U. Scholz)
Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben. Gebe ich ihme die reale Chance, Politik zu gestalten, nimmt er Anteil. Er bildet sich aus Interesse. Ein eLeW-Adressatenkreis sind die Nichtähler. Nicht Verführung mit Wahlersprechen, nicht Führung, sondern "Mach' mal".


Hans Scholz erwidert auf das oft verwendete Argument gegen die Miteinbeziehung jedes einzelnen in die Politik, das ungebildete Volk könne nur emotionale und unqualifizierte Entscheidungen treffen, ein Volk in Verantwortung würde sich aus Interesse heraus selbst bilden. Ich finde, dass genau das ein sehr wichtiger Punkt ist, den viele kluge Menschen einfach zu übersehen scheinen. Sogar ein Kind ist dazu in der Lage in einer Sache, in der ihm die volle Verantwortung übertragen wurde, pflichtgerecht und verantwortungsvoll zu handeln. Zu anderen Zeiten war das jedem Menschen klar und wäre es nicht so gewesen, wäre die Menschheit vermutlich niemals soweit gekommen, wie sie es ist. Das Aufklärung und Bildung dafür unabdingbar sind, ist ebenso selbstverständlich. Auch dem Kind, das Verantwortung übernimmt, muss die Aufgabe, die es zu tun hat vorher erklärt und beigebracht werden.
Wir reden hier aber nicht von Kindern, sondern von Erwachsenen, von mündigen Bürgern aller Alters- und Gesellschaftsschichten. Jeder von uns hat eine Schule besucht, jeder hatte Eltern oder andere Bezugspersonen, die uns die grundlegenen Dinge des Lebens und des Miteinanders beigebracht haben. In den Einzelheiten mögen diese Grundbildungen vielleicht stark von einander abweichen und auch deren Inhalte, und dennoch haben wir alle so etwas. Wir haben auch alle mehr oder weniger gelernt, mit unseren Grundbedürfnissen umzugehen.
Natürlich sind politische Entscheidungen nicht nur Entscheidungen über unsere Grundbedürfnisse. Und es ist unbestreitbar Expertenwissen in vielen Fachfragen notwendig. Doch wo liegt das Problem? Wir wissen doch auch nicht alles über unseren Körper, unsere Gesundheit, unsere Ernährung, unsere Berufauswahlsmöglichkeiten und unsere Psyche, zum Beispiel. Trotzdem haben wir kein Problem damit, im Zweifelsfall zum jeweiligen Experten zu gehen und uns die benötigten Informationen zu holen um dann selbstständig darüber zu entscheiden, was wir in einer solchen Fachfrage zu tun haben. Das liegt daran, dass wir wissen, dass die Verantwortung für uns selbst auch nur bei uns selbst liegen kann und nur von uns selbst erfüllt werden kann und nur wir selbst uns darum bemühen müssen. Sollten wir einmal nicht mehr in der Lage sein, selbst die Verantwortung für uns zu tragen, fühlen wir uns äusserst unwohl. Und das vollkommen zu Recht.
Im gleichen Maße, wie wir uns für unseren Körper und Geist verantwortlich fühlen, sollten wir uns aber auch für die Gesellschaft in der wir leben verantwortlich fühlen. Denn jede Gesellschaft und alle Strukturen in ihr, entstehen nun mal aus dem Handeln der in ihr lebenden Menschen. Unserem eigenen Handeln. So wie wir uns nun um unseren Körper und Geist kümmern, also eine Art Organisation für diese entwickeln, sollten wir uns auch um unsere Gesellschaft kümmern und eine Organisation für sie entwickeln, die Politik. Und sobald wir diese Verantwortung abgeben, sind wir ebenso unmündig, wie jemand, der meint, sein Leben nicht auf die Reihe zu bekommen und freiwillig in die Psychatrie geht.

Darum sage ich, ein Volk, dass für sich selbst die Verantwortung trägt, bildet sich nicht nur aus Interesse, sondern vor allem aus Notwendigkeit heraus selbst.

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