eLeW, ein Land eine Welt - Forum 1 und FAQ
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Thema: Mal ein Wort zu den Zielen


Was mir aufgefallen ist:

Die Ziele:

Zitat: 1. Arbeit für alle, die wollen (Besser und billiger, als was wir jetzt haben)

Frage: Deutschland unter elew ein Billiglohnland? Marke Poland?

Zitat: 2. Bildung für alle (Ohne solide Allgemeinbildung keine Demokratie)

Geht in Ordnung, haben wir aber schon!

Zitat: 3. Mehr Volksbeteiligung (Der Souverän muss gehört werden)

Haben wir auch schon, nur, es nimmt keiner wahr.

Zitat: 4. Entschuldung unseres Landes (Wir gehen noch bankrott). Und 5. Schuldenerlass für arme Länder (Sie sind schon bankrott)

Frage: Wie denn? Wie sollen wir den armen Länder Ihre Schulden erlassen, wenn wir noch nicht mal unsere eigenen bezahlen können? Das Geld haben Sie sich geliehen und das muss dementsprechend wieder zurückgezahlt werden. Oder hat es Sinn die Korruption in anderen "armen" Länder weiterhin zu fördern? Ist es nicht vielfach die Korruption, die arme Länder noch armer werden läßt? Brasilien z.B.? Ein armes Land? Mitnichten.
Arm an Menschen die sich der Korruption erwehren.




Wie bei den Fragen zum Weg auch hier die Antworten in Teilen.

Zu 1. Deutschland ein Billiglohnland?

Arbeit, für alle die wollen, steht an erster Stelle auf der eLeW-Seite. Arbeit ist ein Menschenrecht und Brandenburg hätte es nach der Wende beinahe in die eigene Verfassung aufgenommen. Deutschland erkennt das Recht auf Arbeit nicht an, die eLeW fordert es.

Das Recht auf Arbeit heißt nicht Pflicht zur Arbeit. Die eLeW sagt nicht, Mensch muss arbeiten. Nur die, die wollen, sollen auch die Möglichkeit dazu haben. Eine Möglichkeit jedoch nicht nach der Art, das musst du für einen Euro machen, sondern eine den Wünschen und Fähigkeiten angemessene. Verweigere ich das dem Volk, breitet sich der Seelenkrebs aus, beim Einzelnen und allgemein.

Wie kann das besser und billiger sein, als bei Marke Polen?
Wir haben offiziell 5 Millionen Arbeitslose. Die müssen ernährt werden. Können Sie arbeiten und für sich selbst sorgen, ergibt das 10 Millionen Einkommen mehr als jetzt, 5 Millionen Einkommen, die gespart werden und 5 Millionen, die verdient werden. Die Anhebung des BIP und die Einsparung bei der Wohlfahrt ergeben das Billiger als Jetzt und machen Deutschland wieder gesund.

Wie soll das gehen?
ES GIBT KEINE ARBEITSLOSIGKEIT !
Es gibt leider nur zweierlei Arbeit, nämlich Arbeit und bezahlte Arbeit. Wir müssen bestehende Arbeit in bezahlte Arbeit verwandeln.

Das Statistische Bundesamt hat 1995 bei einem Netto-Stundenlohn von 11,70 DM berechnet, dass die Arbeit der Hausfrauen im Jahr rund 1000 Milliarden DM wert ist. Erbracht mit unverzichtbaren Leistungen (Waschen, Saubermachen, Bügeln, Einkaufen, Spülen, Kochen, Kinderbetreuung, Pflanzen- und Tierpflege, Hausreparaturen usw.)
Bei der Kranken- und Altenpflege wird Personal gespart. Das Aufwachsen der Kinder soll alters- und entwicklungsgerecht geschehen.
Längere Ladenöffnungen, besserer Service sollte nicht zusätzlich aufgebürdet werden, sondern zu mehr Personal führen.
Unmöglich, wie zur Zeit immer mehr Arbeit immer weniger Personal zu immer niedrigeren Gehältern aufgebürdet wird.

Arbeit ohne Ende - bleibt noch die Frage nach dem Geld für die Bezahlung von Arbeit. Der Topf dafür wird durch die Gewinne gespeist. Er ist nicht unerschöpflich, deshalb gibt es zwei Aufgaben: die Entnahme darf nicht ungebremst nur durch wenige erfolgen und die Füllung muss durch bessere Gewinne verbessert werden. Zur Zeit ist der Topf so groß wie nie zuvor, doch bleibt durch Mißbrauch so wenig wie nie zuvor darin. Die Spirale, weniger Arbeiter, weniger Lohn, weniger Gewinn muss sich nur andersrum drehen, mehr Arbeiter, mehr Lohn, mehr Gewinn.

Wird fortgesetzt




Fortsetzung

Zu 2. Bildung für alle geht in Ordnung, wir haben sie schon.
Na dann können wir uns ja zurücklehnen und weiter zusehen..
- wie immer mehr Schulabgänger für jede Berufsausbildung ungeeignet die Schule verlassen,
- wie der Hochschulzugang verteuert wird,
- wie die Zahl der musikalischen Analphabeten (können nicht singen, spielen kein Instrument) dank Einsparungen steigt,
- wie aus 25% funktionaler Analphabeten (können Texte nicht erfassen, Formulare nicht ausfüllen) in deutschen Schulen 50% werden,
- wie in allen Bereichen Ausbildungsplätze fehlen, u.v.m.

Im eLeW-Text steht etwas über den Zusammenhang von Bildung und Demokratie. Die eLeW ist die Partei, die Demokratie verbessern will, die den mündigen Bürger will. Da ergibtsich, immer für mehr Bildung einzutreten, egal auf welchem Level. Nebenbei, Eliten sind was Feines, wenn wir aber die Basis für diese bei der Bildung der Allgemeinheit verbreitern, gibt es mehr davon, fast automatisch.

Zu 3. Volksbeteiligung haben wir auch schon. Und deshalb nimmt die Zahl der Nichtwähler ständig zu?
Ein Beispiel: Die Versicherungswirtschaft hat in Umfragen herausbekommen, dass an oberster Stelle, 80%, im Volk der Wunsch nach Sicherheit besteht. Und wird das von der Politik bedient? Nein, weg mit dem Kündigungsschutz, runter mit dem Einkommen ist nur umsetzbar, wenn das Volk von einer Beteiligung an der Politik ausgeschlossen wird.
Und wie kommt es, dass Wahlen heute eigentlich nur noch zur Abwahl, zur Abstrafung dienen? Weil das Volk beteiligt war?

Zu 4. Entschuldung. Es wäre anmaßend hier eine kurze Antwort zu geben, das Thema wird an vielen Stellen angemessen, nur nicht bei der Regierung, behandelt. Die eLeW hat Vorschläge zum Schuldenabbau, zur Hilfe für die dritte und vierte Welt. Es wäre schön, wenn viele der eLeW beitreten und bei der Umsetzung helfen. Bei den bestehenden Parteien liegt das Hauptinteresse nicht bei den zitierten eLeW-Zielen.

In diesen Tagen geht es um vorgezogene Neuwahlen. Die cdU/csU verkündet jetzt auf einmal Ziele, die bei der eLeW abgeschrieben erscheinen: Zitat Berliner Zeitung, 30.5.05 "Die Union hat CDU-Chefin Angela Merkel am Montag offiziell als Kanzlerkandidatin nominiert. Damit geht erstmals eine Frau ins Rennen um das Kanzleramt. Deutschland brauche keine Agenda 2010 mehr, sagte die Herausforderin von Amtsinhaber Gerhard Schröder (SPD). Wir brauchen eine Agenda Arbeit. Die Ich-AGs müssten durch eine Wir-Gesellschaft ersetzt werden."
Ganz genau, aber nicht wie Edmund Stoiber zwei Tage später, nämlich heute, verkündet: Steuersenkungen für Investoren, Steuererhöhungen für die Allgemeinheit und Kürzung bei den Sozialleistungen. Er hätte auch gleich noch Neuverschuldungen ankündigen können. Einen größeren Widerspruch zu einer Agenda Arbeit gibt es nicht.

Alles Gute, Hans U. Scholz


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