eLeW, ein Land eine Welt - Forum 1 und FAQ
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Thema: Europas Weg nach der Wiederwahl von G.W.B. |
Die Amerikaner haben sich entschieden. G.W.Bush bleibt weitere 4 Jahre Präsident, in beiden Parlamentskammern haben die Republikaner die Mehrheit.
Viele sind der Meinug, die amerikanische Politik würde mit J.Kerry nicht viel anders aussehen und außerdem ist bei der 2. Amtszeit eines Präsidenten, der dann nicht mehr auf eine Wiederwahl Rücksicht nehmen muss, mit einer effektiveren, vernünftigeren Politik zu rechnen. Also alles nicht so schlimm.
Die Realität sieht wohl anders aus.
Dieser Präsident, mit dieser Persönlichkeit, und die Leute hinter ihm setzen hemmungslos ihre eigenen Interessen durch, ohne Rücksicht auf die Natur, Umwelt und die dadurch zunehmende Armut im eigenen Land und auf der Welt, sie forcieren eine grenzenlose Aufrüstung, sie praktizieren eine fundamentalistische Rechthaberei und ihre Diplomatie fußt auf Strafe und Rache. Und die 2. Amtszeit dient nicht dazu, sich in der Geschichte ein Denkmal zu setzen, sondern bietet ihnen die Chance, sich noch einmal größtmöglich selbst zu bedienen. Nach der Devise : Nach mir die Sintflut.
Ein zweiter Punkt macht Angst. In den nächsten Jahren werden viele hohe Positionen, auch bei dem Höchsten Gericht neu besetzt, und nach 12 Jahren Reagan/Bush und dann 8 Jahren George W. Bush wird die Mehrzahl der Posten von Fundamentalisten besetzt sein. Das läßt für die nächsten 10, 15 Jahre einen weiteren Rückwärtsruck befürchten, da werden Schulgebet, Abtreibungsverbot, Homosexuellenhatz und Todesstrafe noch die geringsten Probleme sein.
Die stattfindende Bereicherung findet auf Kosten des Staates statt, die Staatsverschuldung also enorm weiter steigen, die Handelsbilanzdefizite jährlich noch die 600 Mrd. $ überschreiten ( mit Absicherung durch das Militär ), die Verelendung im Innern zunehmen und das Vertrauen in den Dollar völlig verloren gehen. Infoge dessen und weil es die einfachste Methode ist, seine Schulden zu verringern, wird die USA ihre Währung abwerten, und zwar massiv auf die Hälfte, ein Viertel oder noch weniger. Mit der Folge, dass ausserhalb der USA Vermögen von vielen 1000 Milliarden $ vernichtet wird.
Ein übertriebenes Szenario?
Egal. Für uns Europäer bedeutet die 2. Amtsperiode Bushs die Chance, sich durch das Distanzieren von solch einer agressiven Politik als attraktive Alternative für eine friedlichere und gerechtere Welt zu profilieren. – Wenn man das denn will. Und wenn man dazu in der Lage ist. Denn bisher haben sich gerade auch deutsche Politiker allzu gerne hinter den Entscheidungen des großen Bruders versteckt.
Das wird nach dieser Wahl ein wichtiges Betätigungsfeld aller fortschrittlichen Kräfte werden.
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