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Thema: Energie-Konzerne und Steuerbetrug


Wenn man heute nicht alles nachrechnet und auf seine Richtigkeit
prüft ist man verraten und verkauft.

Als wir letztens unsere Stromrechnung bekamen dachte ich:
"Schei..., schon wieder nachbezahlen." Das ist wohl das, was jeder tut: Man schaut nur nach, ob man Guthaben hat oder nachbezahlen muss.
Bei genauerem Hinschauen stellte ich fest, dass da was ganz gewaltig stinkt. Mir geht es um die Umsatzsteuer. Der monatliche Teilbetrag enthält bereits die Stromsteuer und 16% Umsatzsteuer, was auch so in Ordnung ist. Jetzt das Aber: Dieser monatliche Teilbetrag samt enthaltener Steuern wird am Jahresende zu einem "Netto"-Gesamtbetrag zusammengefasst auf den, man glaube es kaum, nocheinmal 16% Umsatzsteuer aufgeschlagen werden. Man soll hier also auf bereits berechnete Strom- und Umsatzsteuer nochmal Steuern zahlen. Ungeheuerlich finde ich, dass man diesen (vorsätzlichen?!?) Rechenfehler anhand vorangegangener Rechnungen viele Jahre!!! zurückverfolgen kann.
Nach massivem Briefwechsel mit unserem zuständigen
Stromlieferanten und der Prophezeihung die ganze Sache zu veröffentlichen kam ein Anruf. Ein Mitarbeiter des Unternehmens
fragte kleinlaut: "Wieviel möchten sie denn zahlen?"
Wir baten um die Richtigstellung der Rechnung, was auch prompt geschah. Und siehe da, gleich 100Euro weniger im Jahres Brutto.
Mal ganz abgesehen von den vorangegangenen Rechnungen deren Rechenfehler sich Jahr für Jahr summierten.

Was mich noch brennend interessiert ist was mit der zuviel einzogenen Steuer passiert. Wird diese komplett ans Finanzamt
abgeführt oder etwa nur die 16% vom Jahres Brutto??
Ich kann nur jedem dazu raten seine Rechnungen zu prüfen!!!

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser




Das klingt nach einer der Millionen typischen Geld-Abzocken von denen wir ständig umgeben sind, weil ja niemand reich genug sein kann. Wow. Auch wenn ich mir hier nicht ganz sicher bin, ob ich es verstehe:
Dieser monatliche Teilbetrag samt enthaltener Steuern wird am Jahresende zu einem "Netto"-Gesamtbetrag zusammengefasst auf den, man glaube es kaum, nocheinmal 16% Umsatzsteuer aufgeschlagen werden.

Ich dachte, die zählen, was man wirklich an Strom verbraucht hat, rechnen es in Euro um, besteuern es und ziehen von dem so errechneten Betrag jeden cent ab, den man mit den Teilbeträgen schon gezahlt hat. Wie können sie dann etwas doppelt berechnen? Jeder Teilbetrag ist einfach ein Teilbetrag, in dem nicht klar definiert ist, was Steuer und was Strom ist, dachte ich. Einfach nur eine ungefähre Rate, die man zahlt um nicht am Ende des Jahres bei der Stromablesung alles auf einmal zahlen zu müssen.

Ich glaube ich werde mir meinen Rechnungen mal genauer ansehen.




@A.Klatt

Der monatliche Teilbetrag is quasi eine Vorauszahlung die sich
aus dem Jahresgesamt Bruttobetrag errechnet. Auf den Teilbetrag
kommt eine Strom- und eine Umsatzsteuer, welche man dann jeden
Monat bezahlt. Wenn dann am Jahresende der tatsächliche Verbrauch feststeht, wird ein Netto-Gesamtbetrag errechnet. Dieser bekommt dann Strom- und Umsatzsteuer und wird für die Berechnung des Teilbetrags für das nächste Jahr zugrunde gelegt. Der Teilbetrag bekommt dann wieder Strom- und Umsatzsteuer usw.usf.
Da man die Steuern schon jeden Monat gezahlt hat, dürfen sie auf den Jahres-Gesamtbetrag nicht nochmal berechnet werden. Ausser man muss eine Nachzahlung leisten, wobei aber dann nur der Betrag der Nachzahlung besteuert werden dürfte.
Der Hammer: Die Stromsteuer ist auch mit 16% Umsatzsteuer versehen. Steuern auf die Steuern.
Man ist scheinbar bei den Konzernen nicht in der Lage eine für
jeden zu 100% nachvollziehbare Rechnung aufzustellen.



Mein Lieferant in Berlin heisst Bewag Aktiengesellschaft & Co. KG und gehört zu Vattenfall. Auf deren Rechnungen trifft Michaels Beobachtung nicht zu.

Habe das ab 2001 nachgesehen. In der Jahresabrechnung werden die nächsten 5 Abschläge mit Terminen genannt, und dann wird tatsächlich alle 2 Monate so eingezogen. Beim 6. Inkasso gibt es die nächste Jahresabrechnung. Dort wird korrekt abgerechnet und die nächsten Abschläge werden festgelegt. Bei der Aufzählung der Umsatzsteuer je Abschlag, treten bei mir negative Umsatzsteuern auf, da meine Energiesparmaßnahmen greifen, und die Abschläge zu hoch sind. Das hat aber nur einen mindernden Einfluss auf die Gesamtaufstellung. Ein Minus-Netto und eine dazugehörige Minus-USt rediziert am Ende meinen Rechnungsbetrag.

Vielleicht, Michael, mal Daten senden.

Alles Gute, Hans U. Scholz

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