eLeW, ein Land eine Welt - Forum 3 zu allen Fragen, die mit der Arbeitslosigkeit zusammenhängen
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Thema: Prima, Mindestlohn bringt Insolvenz |
Post-Konkurrenz droht titelt n-tv.de gestern. Da leitet Wirtschaftsstaatssekretär Walther Otremba ein Treffen, u.a. mit TNT Post und Pin AG, die sich rühmen, mit Unterwasserbezahlung Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte auszubeuten. Sagt doch W. Otremba, Investitionen der Unternehmen dürften nicht durch neue Wettbewerbshindernisse entwertet werden.
- 1. Durch gnadenlose Freigabe aller Spielregeln (De-Regulierung) wird der Weg für Investoren frei, erpresserisch die Löhen zu drücken und ehrlichen Unternehmen den Erwerb zu stehlen.
- 2. Die Arbeitsplätze, um die es hier geht, können nicht ins Ausland verlagert werden, jedoch kann mit ausländischen Unternehmen dieser Arbeitsmarkt ausgeplündert werden von Leuten, die hier keine Löhne aber auch keine Steuern zahlen.
- 3. Ein Wirtschaftsstaatssekretär, der Ausbeutern zur Hand geht, gehört ins Untergeschoss einer Galeere. Oder wenn er den Trend verschlafen hat (war schon im Januar 06 hier im Forum und hier) in den zwangsweisen Ruhestand.
- 4. Der Trend ist, Lohndumping zu verhindern. Auch billige Ausländer müssen so bezahlt werden, dass kein Profit durch Unterwasserkohle entsteht und sie somit auch nicht billig sind.
- 5. Jeder Arbeitsplatz muss, wiederhole muss, den Lebensunterhalt einbringen.
- 6. Jeder Arbeitsplatz muss auch Rücklagen erlauben. Sei es für den Urlaub, das Alter, das Häus'chen oder die Ausbildung der Kinder.
- 7. Richtige Arbeitsplätze enthalten auch Qualifizierungsinstrumente und somit Aufstiegsmöglichkeiten, was die vom Wirtsschaftsstaatssekretär angehörten Räuber niemals bieten.
- 8. Arbeiter, die den Lebensunterhalt verdienen, schaffen weitere Arbeitsplätze durch vergrößerte Nachfrage.
- 9. Die in 7. als Räuber Bezeichneten schaffen nur Elend und steigende Kriminalität.
- 10. Die in Rede stehenden Arbeitsplätze werden nicht mehr und nicht weniger, weil sich mehr oder weniger Unternehmer den Markt streitig machen. Wettbewerb über den Preis steigert sicher die Nachfrage bei fallenden Preisen. Fallende Preise sind aber nur mal kurz für den Verbraucher gut, später reibt er sich die Augen wegen schlechter oder gar abgeschaffter Leistungen.
Es ist also nur gut, wenn die Räuber verschwinden und den Otremba sollen sie gleich mitnehmen.
Soviel zu "Prima", wenn die Richtigen Insolvenz erleiden.
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Einen von mir gerne bei anderen, wenn es geschieht, angeprangerten Fehler, habe ich soeben im vorigen Beitrag selbst begangen: In Unkenntnis einer Person über sie geurteilt. Entschuldigung.
Nachtrag: Was bekomme ich über W. Otremba im Internet zu lesen?
Dr. Otremba, Lebenslauf. OK!
Eine Rede anlässlich des 19. Deutsch-Französischen Handwerkskammertreffen am 14. Juni 2007. Das sind Sprechblasen von Politikern, Blödsinn was er zum Ehrenamt sagt, und eine Verhöhnung des Mittelstandes zum Schluss. Zitat: "die Bundesregierung hat mit ihrem konsequenten Reformkurs dazu beigetragen, dass Mittelstand und Handwerk in Deutschland wieder eine Perspektive haben." Tatsächlich wird dieser unheimlich wichtige Rückhalt deutscher Wirtschaft von der Regierung, besonders seit unseligem Genosse der Bosse, demontiert.
Schlimm, dass dieser Beamte die zentrale Schaltstelle für die Mittelstandspolitik im Bundeswirtschaftsministerium inne hat. Zitat Dr. Otremba, ebenda: ..das Wirtschaftsministerium müsse eben in der Politik „darauf achten, daß es die Volkswirtschaft nicht zu viel kostet“. "
Das erinnert an die Politik von PPP-Piss poor planning mit der der Staat sich aus der Eigenverantwortung zurück und sich den Boden unter den Füßen weg zieht.
Der mInister Glos muss sein Ressort vertreten, vom politischen Vertreten muss er Ahnung haben. Für das Wissen und die Arbeit sind die Beamten da. Nur dürfen es nicht die Falschen sein. Richtig ist (eLeW), das Wirtschaftsministerium muss darauf achten, dass es der Volkswirtschaft gut geht, koste es was es wolle.
Diese Quelle ist schon sehr alt
"Eichel holt sich Waigels Ghostwriter ins Ressort. Von Lafontaine noch verstoßen, steigt der Ökonom Otremba wieder zum Top-Berater auf". Aber da lesen wir:"Offensiv ging dagegen Otremba die Politik des Waigel-Nachfolgers Oskar Lafontaine an, der immer wieder verlangt hatte, auch die Geldpolitik zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu nutzen."
Nun Oskar L. - wo er Recht hat, hat er Recht - ist wieder im Kommen.
Da lag ich also mit meinem Gefühl nicht falsch, Otremba solle gehen. Denn das hier: "Bei den Konkurrenten der Deutschen Post AG droht nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums der Verlust von bis zu 50.000 Arbeitsplätzen, falls ihnen der beim ehemaligen Monopolisten geltende hohe Mindestlohn aufgezwungen werde." trägt die Handschrift Otrembas. Und ich darf wiederholen (Entschuldigung auch hierfür): Die 50.000 Arbeitsplätze sind unabhängig vom Unternehmer an den deutschen Markt gebunden. Wie so viele Arbeit überhaupt, die leider nicht bezahlt wird. Wenn diese Arbeit unerledigt liegen bleibt, reagiert der Markt. Wo Dr. Otremba Unrecht hat, hat er Unrecht. Hoffentlich ist er im Gehen. Ach Quatsch, Entschuldigung, noch mal. Die eLeW ist für alle da und alle sind gleich. Dr. Otremba soll als hochbezahlter Beamter nur eine gute Arbeit machen. Dann soll er auch bleiben.
Zuletzt bearbeitet: 30.09.07 07:37 von Administrator
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