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Thema: Reichtum muss wieder lohnen


Wer es heute in Deutschland zu Wohlstand bringt, erreicht vor allem Eines: Er macht sich zum Objekt der Begierde. Der Staat nimmt ihm das Geld - und die lieben Mitbürger nehmen ihm die Freude am Erreichten.

Dahinter steckt, wie die Diskussion über die Reichensteuer zeigt, blanker Neid. Vernebelte Gerhard Schröder dies noch mit der Forderung nach "Opfern von allen", so steht nach 180 Tagen Schwarz-Rot fest: Eben diese wird es nicht geben, zur Kasse gebeten werden allein die Reichen. Über die gleichnamige Steuer, letztlich aber auch über absehbar höhere Erbschaftsteuern. Getragen ist das von breitem Konsens im Volk: Wohlstand für alle ist nur so lange erträglich, wie der Wohlstand Einzelner sich nicht deutlich von dem der Masse abhebt. Dabei müssten auch wir Deutschen endlich einsehen, dass es Wohlstand ohne Reichtum nicht geben kann. Und dass wir, so wir die Leistungsträger nicht aus dem Land treiben wollen, deren wirtschaftliche und gesellschaftliche Stellung verbessern müssen.
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Was dies konkret bedeutet? Erstens: Spitzenverdiener müssen steuerlich besser gestellt werden, etwa nach dem Vorbild einiger Schweizer Kantone, wo mit der Höhe des Einkommens der Steuersatz nicht progressiv steigt, sondern degressiv sinkt. Zweitens: Reichtum ist gesellschaftlich anzuerkennen. Warum soll ein Spitzenverdiener nicht einen Kindergartenplatz kaufen können, wenn er gleichzeitig fünf Plätze für Kinder sozial schwacher Familien finanziert? Was hindert uns daran, auf Ämtern oder Flughäfen Expressschalter einzurichten, wo es für jene, die bereit sind dafür zu bezahlen, deutlich schneller geht? Was ist schlimm daran, den einen oder anderen nicht gerade hoch begabten Sprössling zum Studium zuzulassen, weil dessen alter Herr die neue Bibliothek sponsert? Der Qualität von Eliteunis wie Harvard oder Princeton hat dieses System alles andere als geschadet.

Was uns an all dem hindert, ist das seltsame Gerechtigkeitsempfinden, das sich die Deutschen zugelegt haben. Wenn Politik und Medien nicht endlich beginnen, sich aktiv gegen Missgunst und Neid zu wenden, werden wir uns bald nicht nur von den letzten Reichen verabschieden müssen - sondern auch vom Wohlstand für alle.

8.6.06, 16:47 den Link repariert, admin


Zuletzt bearbeitet: 08.06.06 17:04 von Administrator


Den nicht funktionierenden Link konnte ich zur Bequemlichkeit der Besucher reparieren. Ob das Dargestellte sich reparieren lässt? Per Google war das Original leicht zu finden. Dort gibt es auch einen Blog mit Zustimmung und Ablehnung, wo bei der Zahl der Teilnehmer auch "blanker Neid" aufkommt.

Es ist aber kein Neid, eher das Gegenteil, vor allem aber Einsicht in die Notwendigkeit, was die Mehrheit für den Sozialstaat eintreten lässt.

Natürlich sieht der Kapitalist die Steuer als Raub an seinem Vermögen an. Aber sind seine zu besteuernden Einnahmen nicht auch ein Ergebnis davon, dass es Gemeinwesen und Infrastruktur gibt? Hohe Einkommen bedeuten übermäßiges Profitieren vom Gemeinwesen und von Infrastruktur und müssten folgerichtig am meisten zu deren Erhaltung beitragen. Aber das ist alles Allgemeinwissen.
Ein Leitartikel von Capital soll vielleicht nur der Erheiterung der Capital-Leser dienen und zu nichts anderem.
Auch ohne Capital dürfen Sie mitlachen. Oder nicht?



reichtum muss wieder lohnen ?
er lohnt doch ,sehen sie sich nur mal an was
unsere unternehmer so treiben.
ich meine andersrum wird erst ein schuh draus.
unsere lieben reichen sind neidisch auf den kleinen
mann.
und wollen noch das letzte aus dem kleinen mann
rausholen.
wie kann ein arbeiter so viel geld verdienen, warum
hat er so viel urlaub,ich stelle doch keinen ein,
da hole ich mir lieber einen polen oder sonst was...

wir das volk wollen doch nun wirklich nicht zu viel,
aber nicht mal das wird einem gegönnt.
so viel zum thema reichtum .



Diese Spitzenverdiener sind Verursacher, unserer wirtschaftlichen Schieflage,des Elends in der Welt,der Ressourcenverschwendung und der Umweltverschmutzung.
Die Quittung dafür ist schon unterwegs.

Sie wissen es nur noch nicht.



Reichtum scheint sich wieder zu lohnen. Sichtbar am Kontrast zur Armut. Je mehr die eine Hälfte für sich in Anspruch nimmt, desto weniger bleibt der anderen.

Eine Quittung ist schon auf dem Tisch und die Besten gehen als erste!

Weiter so, denn Reichtum muss sich lohnen!!!

Die Basis geht und die Demokratie kaputt.



Nicht nur das, alles geht kaputt.
Heuschrecken wird viel zu viel erlaubt und den Investoren wird viel zu viel hinterhergeworfen. Beide Gruppen räumen nur ab und werden mit größer werdendem Kapital nur schlimmer. Unser Staat ist nur noch ihrer.

Umgekehrt nur lässt sich Wohlstand, auch für Heuschrecken und Investoren, halten: Beteiligung unseres Staates an den Gewinnen und Arbeit für alle. Unser Staat ist nicht mehr in der Lage, 3 U-Bahnstationen in Berlin zu bauen, geschweige denn die inzwischen verhunzten Straßen zu reparieren oder die heruntergekommenen Schulen abzureißen und zu ersetzen.

Heuschrecken und Investoren sind nicht hier zu Hause, aber bestimmen. Wir sind hier zu Hause und finden uns mit allem ab?
Wir sollten mal mit der Demokratie beginnen. Besonders hier natürlich.

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