Ich bilde mal den heutigen Stand der Kritik zur Basisdemokratie in der Wikipedia ab, weil er sich ja basisdemokratisch sofort wieder ändern könnte:Kritik
Weil das Konzept der Basisdemokratie sich gegen die konstitutionelle Verlagerung der Macht von der Masse des Volkes hin zu abstrakten Regeln folgenden Institutionen richtet, bleibt nach kritischer Meinung fraglich, wie in einer reinen Basisdemokratie Rechte des Einzelnen vor dem Zugriff der jeweiligen Mehrheit geschützt werden könnten, die als Mehrheit den erreichten institutionellen Konsens der die Individualrechte schützenden Gesetze im Prinzip ja jederzeit allgemein oder im Einzelfall durch einfache und zeitnahe Abstimmung verschieben oder abschaffen könnte − während beispielsweise in der jetzigen bundesdeutschen repräsentativen Demokratie ein „Verfassungskern“ von Grundrechten und rechtsstaatlichen Prinzipien wie dem der Gewaltenteilung als vor Veränderung oder gar Aufhebung geschützt festgelegt ist und nur durch Totalersetzung der Verfassung oder einen Umsturz angetastet werden könnte (s. Ewigkeitsklausel).
So verbietet Art. 102 Grundgesetz beispielsweise die Todesstrafe, aber nähme man das Konzept der Basisdemokratie wörtlich, dürfte jede – auch spontane – Mehrheit in einem konkreten Kriminalfall aus Empörung die Hinrichtung des vermuteten Täters beschließen, ohne dass Gerichte dagegen wirksam vorgehen könnten.
Könnte sie es aber nicht, wäre sie strenggenommen keine reine Basisdemokratie, sondern wäre als Mischsystem anzusehen – mit möglicherweise starken basisdemokratischen Elementen neben einer deutlichen repräsentativen Vertretung durch Parlament und Regierung (s. a. Schweizerische Bundesverfassung).
Dem Gedanken der Basisdemokratie in seiner Reinform wird aufgrund seiner theoretisch unbegrenzten Zugriffsmacht gegenüber dem Einzelnen deshalb teilweise auch ein potentiell totalitäres Politikverständnis vorgeworfen (s. Carl Joachim Friedrich).
Dem schließe ich mich an und halte deswegen eine Ortsbestimmung für notwendig.
Eigenmächtig, als Versuch mal zu probieren, ob es bemerkt wird, hatte ich schon auf dieser Linie im Anschluss an Punkt g) im März reagiert und bei jeder neuen Verwendung des "Logos" 24/7-Basisdemokratie dieses durch 24/7-Demokratie ersetzt. Ich habe das nicht bei früheren Verwendungen, wie z.B. der Flashanimation auf der Startseite getan.
Ein totalitäres System ist mit der eLeW nicht vorstellbar und eine Veränderung des repräsentativen Gestalten von Politik auch nicht, denn die eLeW will ja die Ich-Vertreter verjagen und durch Volksvertreter ersetzen.
Ist also Basisdemokratie bei Wikipedia richtig beschrieben, dann schlage ich vor, dass die andere Partei eLeW die Politik anders als alle Parteien des vorigen Jahrhunderts betreibt, eben als 24/7-Demokratie, die Beteiligung des Souveräns (alle Deutschen mit aktivem Wahlrecht) an 24 Stunden an 7 Tagen die Woche per Internet.
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