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Thema: Krieg als Wirtschaftsfaktor


In einer Fernsehsendung hat Konstantin Wecker in etwa gemeint, die Menschheit kann den Krieg nicht abschütteln. Er würde immer mehr zum wichtigeren - zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor:

Bei den USA sowieso, wird wohl kaum jemand bestreiten wollen. Das diese Gefahr nun auch bei uns im Anzug ist, behaupten auch nicht wenige. Erkennbar vermutlich an den Projekten von Herrn Schäuble und Herrn Jung. Nun heute ein Artikel in der Neue Rheinische Zeitung

"Mit dem Aufbau von „Netzwerken" ehemaliger Soldaten setzt die Bundeswehr die Durchdringung ziviler Lebensbereiche fort. Vor wenigen Tagen hat die Militär-Universität in München mehrere Hundert ihrer Absolventen zum zweiten „Alumni-Kongress" versammelt und damit die Netzwerkbildung früherer Armeeangehöriger in Wirtschaftsunternehmen und Medien verstärkt. Ziel ist der Abgleich technischer und administrativer Maßnahmen."

Haben gewisse Leute ihre Existenzberechtigung verloren und suchen sich nun eine neue aufzubauen?? Machen sich selbst zum Wirtschaftsfaktor?




Lieber Gerhard,

warum baust du nicht deine eigene Webseite, ich helfe dir gerne und habe ja für alle Welt einen Nvu-Kurs am Laufen. Dann kannst du einseitig sein so viel du willst. Dein gutes Recht.

Aber solange, wie Du hier schon zu Hause bist, müsstest Du doch wissen, worum es geht, es geht um Richtig, es geht um notwendig für das gedeihliche Zusammenleben von Gesellschaft und nicht um Ideologie.

Dein Thema lautet "Krieg als Wirtschaftsfaktor" und da sollen wir nun dein Kampfblatt lesen?

Als die amerikanische Intelligenz gegen den Vietnamkrieg anfing zu demonstrieren, hat sie damals schon den Begriff "militärisch-wirtschaftlicher Komplex" für das zu bekämpfende Ziel gefunden. Seit damals ist die Bedrohung durch diesen Komplex benannt und bekannt. Wenn ich nun der Meinung von Konstantin Wecker wäre, dann wäre ich hilflos. Es gibt eine Möglichkeit, das zu ändern, meiner Meinung nach die einzige, alles andere ist Vergesäßung, der Souverän übernimmt seine eigene Volksvertretung im Rahmen des Grundgesetzes. Deshalb predige ich 24/7-Demokratie und biete meine bescheidene Hilfe an, tue aber etwas statt zu klagen.

Weiter: Der Staat hat das Gewaltmonopol und benötigt Polizei und braucht Armee. Das hat zuerst überhaupt nichts mit Krieg als Wirtschaftsfaktor zu tun, eher mit einer hirnrissigen Art der Geldverschwendung und Arbeitsplatzbeschaffung. Jedoch die eigene Polizei und Armee zu bekämpfen ist ebenfalls hirnrissig oder beabsichtigt. (Zum Beispiel gibt es Deutsche, die schreien "Nie wieder Deutschland". Die mögen auch keine Bundeswehr.) Wenn Soldaten das Töten lernen, hat das mit dem Gewaltmonopol des Staates zu tun, und wer deshalb nicht Soldat werden kann, sollte auch nicht dazu gezwungen werden. Aber alle im Volk sind in Politik eingebunden und sind in der Verantwortung, die Polizei und die Armee demokratisch zu kontrollieren. Wer glaubt, er könne das bei CDU, SPD, FDP, Grüne oder Linke, der soll das dort tun.

Endlich: Die Vernetzungen sind im Alltag nicht wegzudenken und kein Merkmal für etwas Böses. Böse oder zumindest kritikwürdig ist das jahrzehntealte bekannte Gebaren der Industrie, Offiziere nach Pensionierung mit 55 als Verkäufer einzustellen, damit die bei früheren Kollegen den Absatz steigern. Das ist korrupt und wird durch Vorschriften und Regeln für Ausschreibung und Einkauf bekämpft. Auch da gehört Kontrolle hin. Dass es aber eine Bundeswehr-Uni gibt, kann, muss nicht, als positiv gewertet werden. Deutsche Bundeswehrangehörige können promovieren ohne im Ausland militärische Gehirnwäsche zu erleiden. Ausländisches Militär kann dort studieren und kommt mit Demokratie in Berührung, tut es auch gerne, denn die Ausbildung dort ist m.E. genauso frei in der Lehre, wie anderswo noch in Deutschland. Noch, und da gehört ein Finger in die Wunde, solange das unselige Ausrichten an Interessen des militärisch-wirtschaftlichen Komplexes nicht um sich greift.
Jede Ausbildungsstätte kommt früher oder später wegen der um sich greifenden Amerikanisierung der Welt darauf, sich für spätere Spendenaktionen einen Pool mit Ehemaligen anzulegen. Auch diese Vernetzung zur Förderung des eigenen Überlebens und auch des Einflusses ist neutral, nicht gut und nicht schlecht.
Ich selbst als zeitweiser Berater von Berufsschulen in Indonesien achte darauf, dass das geschieht.

Zum Thema, der Krieg als Wirtschaftsfaktor gehört, wenn schon, dann das kostenlose Buch zum Runterladen:
Helmut Creutz: Das Geld-Syndrom und da das Kapitel 29, Geld, Krieg und Kapitalvernichtung. Mit Grüßen an dich Gerhard und auch an Konstantin Wecker, huscholz





Worauf kommt es zuerst beim Umgang miteinander an? Nach eLeW-Verständnis um die Anerkennung der Würde des Gegenüber und Achtung seiner Werte und Einstellungen.

Schade, dass Gerhard Höpfner die Geduld mit mir verloren und das Forum verlassen hat. Schade, dass wir nicht gemeinsam bei gleichzeitiger Besserung meinerseits zum nächsten Level aufgestiegen sind: Das Erarbeiten von Grundlagen für Gemeinsamkeit. Der übernächste Level ist dann das Teilen des Gemeinsamen. Für Gerhard, so wie ich ihn kennenlernte, ist Eigentum die Ursache von Böse, für mich Egoismus. Gerhard hat Hoffnung, dass eine Revolution hilft, ich denke, daraus erwächst nur Schaden.

Der übernächste Level wäre m. E. auch möglich zu erreichen, wenn jeder seinen Standpunkt behält.



Ein weiteres Beispiel für Profit durch Gewalt und Krieg, liefert heute die Berliner Zeitung mit dem Titel "Ökonomie des Enterns". Es geht um die Piraterie vor der somalischen Küste.

Es profitieren
  • Der Pirat. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt bei geschätzt 290€ pro Jahr. Der Pirat geht mit 10 000 bis 15 000 € pro Entführung heim.
  • Übersetzer, Bewacher, Waffenkäufer, Spione, Köchinnen und viele Marktteilnhemer (Getreide, Rinder) wo vorher kein Markt war.
  • Die Exportnationen.(Schnellboote, automatische Waffen, Telekommunikation und Mutterschiffe für erweiterte Aktionsradien.
  • Versicherungen. Die Reeder zahlen lieber Prämien, statt ums Kap der guten Hoffnung zu schippern.
  • Die westliche Politik. Die Piraterie stärkt die Clans als Gegengewicht zur islamistischen Al-Shabab.
Die Informationsquelle sieht sogar voraus, dass die profitable Freibeuterei sich als einträgliches Geschäft bald vor Indien auftaucht.

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