eLeW, ein Land eine Welt - Forum 3 zu allen Fragen, die mit der Arbeitslosigkeit zusammenhängen
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Thema: Deutschland hat Spezialisten |
und die holen aus allem und von allen Geld bis zum Kotzen und die Wegbereiter sind die Politik, der Gesetzgeber
http://www.mdr.de/fakt/4751367.html
Immer mehr Insolvenzverwalter verklagen ehemalige Mitarbeiter auf Rückzahlung des gezahlten Lohnes - mit der Begründung, sie hätten die finanziellen Probleme ihres Arbeitgebers ahnen können.
Da hilft nur eines. Sobald Ahnung aufkommt. Arbeit niederlegen - ist ja kein Streik, nennt sich nur Ahnung, dass der Chef den Vertrag nicht einhalten kann. Weil gerades deshalb wiederum Chefchen seine Verträge nicht einhalten kann, wird er insolvent und der Arbeitnehmer darf wegen weiser Voraussicht seinen Lohn behalten, so er ihn noch bekommen hat.
Die Republik wird immer perverser (gemacht)
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Also zuerst einmal berührt der vorangehende Beitrag nur am Rande die Arbeitslosigkeit. Er gehört als schreiendes Unrecht in das Forum über Unrecht und ich kopiere ihn auch dorthin.
Als nächstes zum Gesetzgeber. Wir erleben ständig, wie stümperhaft Gesetze gemacht werden und Gesetzgebung manchmal nicht dem Wohl des Volkes dient. Zum Teil kassiert das Bundesverfassungsgericht diese Gesetze, manchmal auf dem letzten Drücker unser Präsident. Die Abgeordneten sind verpflichtet, Schaden vom Volke abzuwenden, können aber, wenn sie genau das Gegenteil tun, nicht bestraft werden. Damit sie überhaupt nicht unter Druck geraten können, sind sie nämlich aus gutem Grund immun. Aber der Wähler hat die Möglichkeit, diese Leute zu verjagen, er tut es nur nicht. Damit liegt die Hauptschuld beim Wähler.
Als nächstes zum mdr. Diese Sendung unseres öffentlich rechtlichen Fernsehens informiert über das Unrecht. Gut, dass der mdr das macht, und gut, dass keiner ihn daran hindert. Nicht so gut, dass die Information nicht tiefer geht. Denn der Insolvenzverwalter kommt damit nicht durch. Gewiss, da gibt es die Richterin vom Amtsgericht in Gera, aber kommt da Richterschelte durch? Welche Möglichkeiten die Richterin ihrerseits hatte, bleibt unbekannt, genausowenig die Berufungsmöglichkeiten. Es bleibt hier also nur der Wunsch nach besonnener Hinterfragung. Polemik macht auch kotzübel.
Dann zur Regelungswut. Aktuell läuft die Diskussion zu den Ergebnissen von einem Jahr Anti-Diskriminierungs-Gesetz. Die Idee, Minderheiten zu schützen ist ins Leere gelaufen und das Ergebnis lächerlich und kontraproduktiv. Aber es gibt die Diskussion und daraus folgend die mögliche Verbesserung. Besser aber wäre das Abschaffen. Der Wunsch nach größerer Gerechtigkeit führt durch die Verfeinerungen zu schwierigerer Handhabe und immer größeren Schlupflöchern. Über die Jahrzehnte haben sich so die Steuergesetze aus lauter gut gemeinter Gerechtigkeit und versteckter Ungerechtigkeit zu einem Monstrum entwickelt. Oft passiert auch was, und das Volk verlangt nach schärferen Gesetzen. Kenner weisen dann ebenso oft darauf hin, dass es die passenden Gesetze längst schon gibt, nur werden sie nicht angewendet.
Damit sind wir bei der Anwendung der Gesetze. Rechtsvertreter werden manchmal Rechtsverdreher genannt. Das gute Recht, zu versuchen, das Recht zu eigenen Gunsten zu nutzen, ergibt beim Gegner, dass diesem kein Recht geschieht. Jeden Tag profitieren Tausende vor Gericht und Tausende erleiden Niederlagen. Damit aber die bestmögliche Gerechtigkeit herrscht, brauchen wir auch die bestmögliche Justiz. Und was haben wir? Stellenabbau und Überlastung und jetzt noch die Einführung US-amerikanischer Verhältnisse der Anwaltsbezahlung. Das öffnet Tür und Tor der Ungerechtigkeit, dass nur noch die Reichen gewinnen und nicht die, die Recht haben. Also bitte, die bestmögliche Justiz.
Das ist das Versagen: Wenn immer mehr Insolvenzverwalter auf Lohnrückgabe klagen, dann deshalb, weil der erste damit durchgekommen ist. Wir Schlafmützen hätten das beim ersten Versuch stoppen müssen.
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Danke mal wieder für die freundliche Belehrung.
Der mdr kann/ darf? nur solche Berichte als Warnungen, Hinweise bringen. Tiefer recherchiert würde ihren Zeitrahmen sprengen und und trotzdem schnell zum Vergessen verurteilt. Und als Warnung habe ich es auch hier untergebracht. Als Betroffener ist man ja dann arbeitslos.
Arbeitslosigkeit ist auch eine Ungerechtigkeit in vielerlei Hinsicht auf beiden Seiten. Am Schlimmsten finde ich das Ausnutzen der Erpressbarkeit der Arbeitnehmer - wobei nochmals darauf hingewiesen sollte, dass hier eine begriffliche Verdrehung stattgefunden hat. Der derzeitige Arbeitgeber nimmt Arbeit, der derzeitige Arbeitnehmer gibt Arbeit; eine Form von Mobbing??
Meinst Du nicht auch, dass wir insgesammt recht glückliche Schlafmützen sind?
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Auch auf die Gefahr hin, wieder einmal zu belehren, hier bei der eLeW sollte aufs Belehren verzichtet werden. Das Menschenrecht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit (Artikel 18) schließt auch das Recht auf Beharren auf einer eigenen Meinung ein. Und aus der Achtung des Mitmenschen ergibt sich die Pflicht, diesen umfassend zu respektieren und nicht ungefragt zu belehren. Woraus sich die Chance, z.B. für mich, ergibt, wenn Mensch nicht auf seiner eigenen Dummheit beharrt, vom Mitmenschen zu lernen.
Was also hier bei der Menschenrechtspartei eLeW wie eine Belehrung daher kommt, sollte immer als Diskussionsbeitrag und freie Meinungsäußerung (Artikel 19, ebenda) gesehen werden.
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