eLeW, ein Land eine Welt - Forum 3 zu allen Fragen, die mit der Arbeitslosigkeit zusammenhängen
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Thema: ohne worte |
warum sollen die die viel verdienen
nicht mehr srteuern zahlen ?
das ist ja ein schlag ins gesicht
für die die wenig verdienen.
rein aus solidarität sollten alle
vielverdiener einen beitrag leisten das menschen wieder in
arbeit kommen.
natürlich sollte das geld so eingesetzt werden das man
es überblicken kann.
und nicht so wie es die regierung macht.
das ist ja krimminell, wie unsere steuergelder da verschwendet
werden.
normalerweise müsste man die regierung verklagen
wegen veruntreuung von steuergeldern.
es soll ja eine leistungs bezogene entlohnung geben,
aber nehmen wir mal einen bäcker oder einen bauarbeiter
solten die nicht auch besser verdienente sein.
sie tragen ihre arbeitskraft zu markt ,und wie werden sie entlohnt ?
ich will geistige arbeit nicht schmälern.
da gehört bestimmt auch was dazu.
aber ein arbeiter der mit 40 kaputt ist sollte
so viel verdienen das es ihm reicht wenn seine knochen kaputt sind.
ich lese immer wieder von neid.
momentan ist es doch so das es genau von den
leuten kommt die besser verdienen.
die sind neidich auf den kleinen mann
der sich noch was leisten kann.
aber wenn der kleine mann nix verdient ,verdienen die großen auch nix.
es kann nun mal nicht jeder millionär sein.
warum tut es denn so weh als gut verdiener mehr zu zahlen ?
der kleine mann wird doch auch nur abgezockt,
hoffentich erwachen die schlecht verdiener bald und machen auch mal so viel wind.
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Vielleicht liegen Sie ja gar nicht so falsch: In früheren Jahrhunderten waren es wohl auch einzig die Hofnarren, die offen artikulieren durften, was alle wussten. Auch ich war im Militär, wahrscheinlich sogar länger als Sie. Und Sie dürfen davon ausgehen, dass ich einige Nächte darüber brüte, was ich schreibe. Meine beiden Kernthesen höhnisch abzutun, das bringt uns nicht weiter. Nur ein Beispiel, wo Sie wahrscheinlich zu flüchtig gelesen haben. Schreibe ich, dass man den nicht so begabten Sprösslingen Medizinstaatsexamen nachschmeissen soll? Nein, ich rede vom Zugang zur Uni. Nicht davon, dass Diplome verkauft werden. Und dass degressive Steuersätze schon rein logisch nicht nicht auf Null gehen; gut darauf kommt man eigentlich auch, wenn man eine Nacht drüber schläft. Aber nichts für ungut. Ihr durchaus sportlicher Widerspruch ist erfrischend.
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Sehr geehrter Herr Schweinsberg,
die sog. Reichensteuer ist eine nicht ernst zu nehmende, populistische Farce. Die Reichen, die keine hohen Steuern in Deutschland zahlen wollen, leisten sich Steuerberatung oder sind längst in die Steueroasen (einschließlich gewisser Schweizer Kantone) geflohen. Diese mehr oder weniger legalen Möglichkeiten stehen jedem Reichen offen - im Gegensatz zu vielen Angehörigen der Mittel- und Unterklasse.
Das einzig Skandalöse ist, dass die Reichensteuer die falschen Reichen treffen wird, diejenigen nämlich, die noch Werte wie Solidarität besitzen, und die auch wissen, was der tiefere Sinn & Zweck des Artikels 14 des GG ist, der da u.a. lautet:
“Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.”
Ergänzt wird dies durch den Artikel 20, der die Sozialstaatlichkeit betont.
Frage: Sind Sie der Auffassung, dass besagte GG-Artikel Neid und Missgunst entsprungen sind?
Natürlich gibt es Neid und Missgunst, aber Sie sollten mit Ihrer Kritik das Kind nicht mit dem Bade ausschütten: Die Frage, was ein Mensch zum Allgemeinwohl, gemessen an seinen Mitteln, beigetragen hat, muss stets berechtigt bleiben.
Was die sog. Eliten Deutschlands in den vergangenen zwei Jahrzehnten netto zum Allgemeinwohl beigetragen haben, ist höchst fraglich angesichts ständig gesunkener steuerlicher Belastung für Reiche (!), verpatzter Deutscher Einheit, Massenarbeitslosigkeit, Fußballwettbetrügereien, Börsenflops und etlicher anderer Skandale.
Auch ich finde es bedenklich, dass Sie die Reichen als “Leistungsträger” bezeichnen. Sie scheinen völlig zu vergessen haben, dass wir nicht von Geld sondern von realen Gütern und Diensten leben, die meist dem Fleiß der weniger gut betuchten Mehrheit in diesem Lande geschuldet sind.
Ich möchte noch auf ihre Fragen eingehen, die sie im Editorial der CAPITAL-Ausgabe 11/2006 stellten:
Warum soll ein Spitzenverdiener nicht einen Kindergartenplatz kaufen können, wenn er gleichzeitig fünf Plätze für Kinder sozial schwacher Familien finanziert?
Aber diese Situation haben wir doch längst! Denn es ist im Endeffekt doch gleich, wie ein Reicher die Ärmeren unterstützt, egal ob direkt oder indirekt.
Was hindert uns daran, auf Ämtern oder Flughäfen Expressschalter einzurichten, wo es für jene, die bereit sind dafür zu bezahlen, deutlich schneller geht?
Dafür sollte man nicht extra zahlen müssen, Expressschalter und Schnellkassen in Supermärkten sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Aber leider leben wir in der Dienstleistungswüste Deutschland, wo sich noch zu wenige die Mühe machen, auszurechnen, welchen Profit Kulanz und Kundenfreundlichkeit einbringen.
Was ist schlimm daran, den einen oder anderen nicht gerade hoch begabten Sprössling zum Studium zuzulassen, weil dessen alter Herr die neue Bibliothek sponsert?
Roch schon ihre zweite Frage nach “Warum soll ‘Good will’ nicht käuflich sein?” wollen Sie nun offensichtlich der Korruption das Wort reden: Nicht mehr die Abiturnoten sondern Papis Bakschisch sollen den Zugang zur Uni ermöglichen. Ich bin schockiert!
Wenn alles käuflich ist, werden Recht und Gerechtigkeit sowie Demokratie ad absurdum geführt. Ich lebte ein paar Wochen in Georgien, wo fast alles wie “geschmiert” läuft. Auf den ersten Blick eine prima Sache, auf den zweiten Blick erkannte ich, dass Korruption notwendige Ordnung und Strukturen zerfrisst, Geld und Macht untrennbar verknüpft und zu einer gewaltigen Fehlallokation der Ressourcen führt, will heißen: Selbst die robuste freie Marktwirtschaft wird ausgehebelt!
In anderen Ländern leben die Reichen hinter dicken Mauern, ihre Kinder werden auf dem Schulweg von Leibwächtern begleitet, weil Entführungen die Regel sind. Selbst in den USA, wo man die Reichen scheinbar mehr achtet als bei uns, ist Kriminalität signifikant höher als hierzulande.
Verglichen damit ist die derzeitige (typisch deutsche?) Neid-Debatte harmlos.
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Finde nicht, dass die deutsche “Reichendebatte” harmlos ist. Wenn ein Gewerkschaftsfunktionär in Hamburg die Namen von Familien verliest, die seines Erachtens zu viel Vermögen haben, dann finde ich das sehr bedenklich, um es gelinde auszudrücken. Einspruch auch in Sachen Reiche und Steueroasen. Die wenigsten Wohlhabenden haben bisher das Land verlassen. Alle Mittelständler sind noch hier im Lande. Und zwar nicht weil man sie besonders gut behandeln würde. Da kommt mir immer der Satz von Churchill in den Sinne: “Manche halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den es totzuschlagen gilt. Andere für eine Kuhe, die man ewig melken kann. Nur wenige indes für das Pferd, das den Karren zieht.” Und schließlich: viele Schwimmbäder wären nicht mehr geheizt, viele Turnhallen geschlossen und viele Fussballvereine pleite, so sich nicht Unternehmer massiv finanziell engagieren würden. impulse und das Meinungsforschungsinstitut Forsa haben im vergangenen Jahr ermittelt, dass Deutschlands Mittelstand freiwillig mehr als zehn Milliarden Euro auf diese Weise in die res publicca investiert. Das ist mehr als der Etat das damaligen Familienministeriums! Und da soll einer davon reden, dass die Wohlhabenden die Sozialverpflichtung des Eigentums nicht ernst nehmen würden.
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Und wieder dieser schöne Begriff “Gerechtigkeit”. Ja welche denn? Die von Christian Klein oder die von Marc Lehnfeld oder die von Klaus Schweinsberg oder vielleicht gar die von mir? Reden wir über Verteilungs- oder über Leistungsgerechtigkeit?
Ich bin für Leistungsgerechtigkeit. Gerecht ist,
a) Geschafftes differenziert zu honorieren,
b) was jemanden _in die Lage versetzt_ sich selbst zu helfen und
c) alles, was denjenigen hilft, die aus nachvollziehbaren Gründen nicht in der Lage sind, sich selbst zu helfen.
DAS ist Gerechtigkeit. Für mich. Es gibt wohl, nicht nur hier in der Diskussion, andere Gerechtigkeiten.
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