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Thema: Der von der elew angesagte Crash ist verpufft


Ich erinnere mich noch gut an die Gänsehaut, die bei mir die elew-aktuelle Seite über den bevorstehenden Crash letztes Jahr ausgelöst hat.

Nun ist die Lösung des Yuan vom Dollar 3 Tage alt und wie hat die Welt reagiert?

Der Dax ist jedenfalls gestiegen. Wozu die Panikmache?



Nanu, unsere eLeW-Seiten als Gruselvorlage? Eine Googlesuche mit 'crash elew'ergibt unsere Startseite als Nr. 1 und die Gänsehaut-Seite als Treffer zwei. Es handelt sich um Aktuell vom 4. Okt. 2004.

Nun, den Crash hat die Financial Times (FTD) vorhergesagt und Aktuell hat das zitiert. Leider hat die FTD den Artikel gelöscht, so dass unser Link darauf ins Leere führt. Deshalb hier ein Ersatz: Wenn die Dollar Symbiose endet. Dort steht die ganze Kolumne, wie ehedem bei der FTD.

Also Herr/Frau EinfachSo,
der angesagte Crash fand ja gar nicht statt. Die chinesische Zentralbank hat den Yuan am 21.7.05 vom Dollar gelöst und mit einem anderen Währungskorb (Yen und Euro z.Bp.) verknüpft. Hier bitte: Public Announcement of the People's Bank of China on Reforming the RMB Exchange Rate Regime Die Aufwertung von 2% gegenüber dem Dollar ist nichts gegen die von Brüssel geforderten 40% Aufwertung. (Die Subventionierung des Yuan macht es Europa schwer, dem Wettbewerbsdruck etwas entgegen zu halten). Im Gegenteil, die Aufwertung von rund 2% der chinesischen Währung soll sich täglich um höchstens plus/minus 0,3% bewegen.

Damit hat Peking den Crash hinausgeschoben. Also die Leistungsfähigkeit Chinas ist etwas gemindert, der Yen wird steigen und das war's für diesmal. In absehbarer Zeit wird es die für den Crash notwendige volle Konvertibilität des Yuan laut People's Bank of China somit nicht geben.

Zieht die eLeW die Gruselseite nun zurück?
Nein, der Kontext ist immer noch da. Die FED (=US-Notenbank in Privatbesitz) druckt wertloses Papier, und wer den Dollar kauft entreichert sich. Die U.S.A. haben ein imposantes Doppeldefizit: Vor einem Jahr hatten die U.S.A. ein Haushaltsdefizit von knapp 500 Milliarden Dollar, und einen Fehlbetrag in der Handelsbilanz von 540 Milliarden Dollar. Das Haushaltsdefizit kann 2000 Milliarden erreichen. Außerdem steuert Bush, oder besser seine Strippenzieher, auf die Verkümmerung des Staates zu Gunsten des Kapitals und damit auch auf den Crash zu. Eine Quelle: Unter Bush steigt das Defizit, der Staat dagegen schrumpft.

Was China angeht, deren Wirtschaftswachstum steigt weiter (noch) und Japans und Europas leider nicht.
Also bleibt uns das Szenario und ihre Gänsehaut? weiter erhalten.

Alles Gute, Hans U. Scholz



Die Sache mit dem Crash wird ja keine sich selbst erfüllende Prophezeiung, die passiert, weil sie herbeigeredet wird. Es kommt wie es kommen muss, denn die Zeichen sind bekannt und werden von Experten gesehen und als zum Crash führend gedeutet.

Einen sehr wichtigen Text findet man in der Zeit vom Gutachter der Bundesregierung für Mittelstandspolitik, Prof. Dr. Hamer, Der Welt-Geldbetrug.

In Zeitfragen berichtet er im Interview, eine Vorbereitung auf eine Krise ist immer richtig. Inklusive einem Rat, was man selbst tun könnte.

Hier Originaltext Hamer:
Fällt der Crash - die große Depression - also vielleicht doch aus?
Hamer: Schön wär's, doch bereits in den sogenannten "goldenen Zwanzigern" mündete eine Scheinblüte in einer Depression. In den "goldenen Neunzigern" haben wir eine ähnliche Scheinblüte gehabt. Die unglaubliche Geldschwemme haben viele Menschen für echten Wohlstand gehalten, dabei aber übersehen, daß sich das Volumen des monetären Bereichs in den letzten dreißig Jahren vervierzigfacht, das Volumen der Güterproduktion aber nur vervierfacht hat. Die Finanzwelt hat sich also von der Welt der realen Güter gelöst und Sumpfblüten getrieben, die nun unweigerlich verwelken werden. Die kommende Depression ist also die Korrektur der Fehlentwicklung der vergangenen Jahrzehnte. Da sollte man sich von ein bißchen Ruhe nach dem ersten Sturm an den Aktienmärkten nicht in Sicherheit wiegen lassen.
[...] die Ursache liegt in der unkontrollierten Ausdehnung der Geldmenge, vor allem des Dollars, also in einem Mißbrauch des Kapitalismus.
Sie sprechen vom US-Haushalts- und Leistungsbilanzdefizit?
Hamer: Ich spreche von der Politik der Federal Reserve Bank, also der US-Notenbank, die anders als die Bundesbank früher bei uns nicht staatlich, sondern eine Privatbank ist und damit im Prinzip so viel Geld drucken kann, wie sie für richtig hält. Natürlich hängt das mit dem Bedarf der USA an Geld zusammen, die - wie Sie eben angedeutet haben - bekanntlich weit über ihre Verhältnisse leben, nicht zuletzt durch ihre Kriegspolitik seit dem 11. September 2001. Das System funktioniert nur deshalb, weil noch alle Welt die "faulen" - sprich ungedeckten - US-Dollars nach wie vor annimmt. Wer das allerdings nicht mehr tut, wird dann zur "Achse des Bösen" gezählt.



Das ist eine Sache für den denkenden Bürger. In Aktuell stand am Ende die Empfehlung, Schulden, wie der Finanzminister es auch tut, auszusitzen. In dem hier vorher empfohlenen Interview steht gleich zu Anfang, Schulden abzubauen.
Frage an alle, was passiert beim Crash mit Bargeld, Guthaben und Schulden?
Noch eine Frage, wer ist besser dran beim Crash, der Sparer oder der Verschuldete?

Immer wichtig, das eigene Denken einschalten. Ludwig Erhard, unser Vater der sozialen Marktwirtschaft, hat 1962 gesagt: "Nein, jeder Bürger unseres Staates muss um die wirtschaftlichen Zusammenhänge wissen und zu einem Urteil befähigt sein, denn es handelt sich hier um Fragen unserer politischen Ordnung, deren Stabilität zu sichern uns aufgegeben ist."

Wo das steht? Im Buch Helmut Creutz: Das Geldsyndrom, Taschenbuch für 16,80 Euro und für dich umsonst zum runterladen.

Das nenne ich Futter für das eigene Denken.


Zuletzt bearbeitet: 10.12.05 21:32 von Administrator
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