Kritik an der eLeW und/oder 24/7-Demokratie
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Thema: Keine ernsthafte Politik, Auflösung


Die E-Mail von W.W. vom 2.4.13 an mich enthält u.a. das Folgende:
"Find ich gut-find ich nicht gut", nach Gefühl und Wellenschlag lässt sich keine ernsthafte Politik gestalten...
.... ich vermute, die Partei müsste satzungsgemäß wieder aufgelöst sein.


Ernsthafte Politik sollte mal ab 2003 als Internetpartei für eine 24/7-Demokratie mit der eLeW gestaltet werden. Aber wie so oft, blieb die Arbeit bei immer weniger, zum Schluss nur an mir hängen. Deshalb traf der Hinweis auf die Satzung voll zu. Satzungsgemäß hat also der Vorstand die eLeW heute aufgelöst.



"Find ich gut-find ich nicht gut" dagegen versteht nicht, worum es der eLeW bei dem Einsatz für Das-für-die-Gesellschaft-Richtige" geht.
Im August 2011 verfasst der Herausgeber der FAZ ein Feuilleton über bürgerliche Werte, Überschrift "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat.". Dazu kommentiert ein M.E.Heidenreich ziemlich treffend, was ich als eLeW-Verständnis auf der Suche nach dem Richtigen ansehe:
Ich beginne zu glauben, dass die Reflexion zurückkehrt...

Herr Schirrmacher, Ihre Äusserungen sind wichtig und die damit verbundene Courage hoch anzuerkennen. Was Sie damit in den Scheinwerfer rücken, ist die Legitimität und Notwendigkeit von Kritik.
Damit helfen Sie nicht dem "linken Lager". Sie vollziehen einen Schritt in Richtung der Rückkehr des Poltischen in die Ökonomie. Seit Fukuyama mit Ende des kalten Krieges "das Ende der Geschichte" ausgerufen hat, wurden kritische Stimmen stets ins Reich der Illegitimität verwiesen.
Politisch betrachtet markieren Sie einen diskursiven Bruch. Aus Freund-Feind (Carl Schmitt) erwächst ein Ringen um das bessere Argument (Jürgen Habermas).
Wenn es nur endlich gelingen würde die - im Übrigen schon immer zu einfache - Rhetorik von rechts-links, progressiv-konservativ, liberal-sozialistisch zu überwinden und in einen offen Disput und Streit um unsere Zukunft zu überführen, wäre das "dunkle" Zeitalter der neoliberalen Alleinherrschaft selbst Geschichte.
Eine neue Reflexivität im konservativen Lager wird vor allem zweierlei erforderlich machen: eine neuer bürgerlicher Zugang zum Begriff der Demut und ein Bewusstsein für das eigene historische Glück.
Demutsfreiheit und Selbstgefälligkeit, nicht Gier, sind die wahren Schrecken des Zeitalters.

Seit 2003, seit Beginn der eLeW steht im Impressum:

Ideologie:
Der Einsatz für den Menschen ist oft deckungsgleich mit linker Politik. Die eLeW versucht, unabhängig von Ideologien, bei Richtig und Falsch für die Gesellschaft, das Richtige durchzusetzen.

Kampf:
Die eLeW setzt sich für das Überleben der humanen Gesellschaft ein und gegen Gewalt, Uneinsichtigkeit, Gier und Missbrauch von Regeln und Gesetzen.


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