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Thema: Demokratie - Wahres Prinzip oder Vergesäßung


Per Goggle fand ich obige Frage in einem fremden Forum und habe mich dort registriert. Mein Beitrag zitiert die Vorgänger dort:

Wahres Prinzip! Jedoch dank Vergesäßung ausgehebelt.

palladium schreibt:"demokratie funzt nur dann, wenn das volk sich jener überhaupt bewusst ist. es heisst, dass alle macht vom volke ausgeht, aber, wer die macht hat, wird sie missbrauchen. sei es nun ein diktator oder das volk."

Die Aufgabe lautet also, die Demokratie dem Volke nahe zu bringen. Wenn das Volk die Macht hat, kann es sie nicht mißbrauchen, weil es nur anstellen kann, was das Volk demokratisch will.

Relict schreibt weiter:"Unsere gewählten "Volksvertreter" vertreten leider nicht mehr die Interessen der Mehrheit. Deswegen müssen sie komplett weg. Entweder auf ruhigem Weg durch unsere Nichtwiederwahl (Gegenwahl), Demos und Streiks oder halt direkter per Revolution und Bürgerkrieg."

Nennen wir mal die Volksvertreter, die wir haben, Ich-Vertreter. Sie sind die Auswahl aus der Parteienmühle, die es dank Nach-Oben-Kriechen und Nach-Unten-Strampeln mit mehr oder weniger Leichen (Verrat an Freunden) im Keller geschafft haben. Die haben gelernt, alles zu nützen, was dabei hilft und sind deshalb geneigt, Demokratie nur für sich zu nutzen.
Diese Ich-Vertreter müssen wirklich komplett weg. Und, für mich sehr wichtig, auf ruhigem Weg durch unsere Anders-Wahl.

Ragnarök schreibt:"Demokratie ist die einzige Regierungsform,die vom Prinzip her die Möglichkeit hat,sich selbst zu korrigieren und zu regulieren.Ihr müsst ja Birne oder Schröder nicht wählen,keiner zwingt euch dazu....es gibt keine
Alternative zur Demokratie!"

Es gibt Alternativen zur Demokratie, nur ob die außer dem jeweils Mächtigen jemand aushalten kann? Deshalb muss was für die Demokratie getan werden. Wählen gehört dazu. Ein Nichtwähler sollte die Partei suchen, wo ein letzter Funke Gemeinsamkeit zu seinen Ansichten besteht und dann die wählen. Damit neutralisiert er allen anderen angetretenen Parteien, die er alle mehr als die eine ablehnt, eine Stimme weg.

berni23 schreibt:"zwischen dem kleineren übel 'wählen'-tolle demokratie"

Ja wirklich schade, besser wäre, das wählen, wo das Volk was zu sagen hat: Basisdemokratie.

Ragnarök schreibt:"Was ist denn die Alternative? Diktatur? Toll! Wer suchet der findet! Notfalls ne eigene Partei aufmachen oder Lafontaine wählen."

Richtig, für mich ist keine der anstehenden Parteien wählbar, also muss jemand meine Partei aufmachen. Das war Stand 2003. In 2004 habe ich es selbst getan.

Relict schreibt:"Leider beruht die Demokratie auf Mehrheitsbeschluss. Wenn es so weitergeht wie bisher, dann wählt die Hälfte garnicht mehr, was dann wieder der anderen Seite verhilft. Oder ein Teil wählt zwar, weiss aber eigentlich garnicht was er wählt, weil uninformiert oder nach Bauchgefühl. Dies hat zur Folge, dass das Ergebnis oft dann nicht dem entspricht, was die
Mehrheit wirklich wollte, sondern dem, was die Mehrheit statistisch ergeben hat. Weiterhin kommen natürlich noch die geringen Unterschiede in den Parteien bzw. zuviele Ähnlichkeiten oder Gemeinsamkeiten dazu, was die (Aus)wahl erschwert. Es gibt noch mehr Parteien in D als die 4 großen.
Ich kann nur jedem raten, geht auf jeden Fall wählen und informiert euch bitte vorher genauer über die Ziele und Parteiprogramme der gewünschten Partei, werdet einfach aktiv. Animiert eure Nachbarn, Bekannten und Freunde zur Wahl und zu einer Partei. Das ist der erste Schritt zu einer Demokratie. Ansonsten bleibt das Wahlergebnis immer eine Verfälschung der Realität und Volkes Willen."

Die vergebliche Suche veranlasste meine zwei Brüder mit mir dann wirklich eine neue, andere Partei zu stiften. Die Grundidee: Das Internet erlaubt basisdemokratisch 24 Stunden an 7 Tagen die Woche abzustimmen. Vollkommen horizontal gegliedert können alle Themen einbringen, beschließen und Volksvertreter benennen und wählen. Die Volksvertreter sind erfolgreiche Frauen und Männer, die auf Zeit gegen Lohnfortzahlung und Aufwandsentschädigung den Staat kontrollieren und dann in ihren Beruf zurückkehren. Das Herrschaftswissen wird in den Ministerien generiert, die nicht mit Beamten sondern persönlich haftenden Staatsdienern besetzt werden. Diese Partei nimmt keine Spenden und keine Vergünstigungen an und die Gründer selbst sind von jeder politischen Karriere ausgeschlossen.

berni23 schreibt:"eine eigene partei aufmachen wäre die demokratischste alternative, aber hat man in diesen festgefahrenen strukturen überhaupt eine chance? wir leben in einem 2 parteien system, indem die fehler der anderen Partei verurteilt werden nur um in der nächsten legislaturperiode neue zu begehen."

Nennen wir die alten Parteien die Parteien des vorigen Jahrhunderts. Kennzeichen ist der Machterhalt, der dazu führt, leere Versprechen abzugeben und sich so zu verhalten, dass es den konkurrierenden Parteien schadet.
Kennzeichen einer Partei dieses Jahrhunderts ist, basisdemokratisch das Richtige durchzusetzen. Was Richtig ist, ist oft sinnfällig, im Zweifel das, was die Mehrheit will.

Hat so eine Partei eine Chance? Da keine Spenden gesammelt werden, lebt die Partei nur vom Mitgliedsbeitrag. Später an der Macht, wird sie Einnahmen vom Steuerzahler für eigene Arbeitnehmer zur Verteilung von Arbeit haben, aber nicht für Werbung.

Deshalb bleibt nur die Chance, dass ein Mitglied dauernd politisiert und neue Begeisterte ansteckt. Was wie ein Geburtsfehler aussieht, ist Zweck. Bei einer Internet gestützten Demokratie ist das Gesicht der Partei das Gesicht des Werbers, dessen politische Aussagen der Keim zur Volksdemokratie.

AshS schreibt:"Demokratie ist ein gute Idee aber sie funktioniert nicht, denn die Wirtschaft die im Kapitalismus nunmal das Ziel hat Arbeitskraft auszubeuten, für die maximale Rendite von zumeist wenigen, hat ganz eigene Ziele!"

Hat die Wirtschaft eigene Ziele? Wenn VW-Piech aus eigener Machtfülle zwei Milliarden seinen Arbeitern vorenthält, um sich Rolls-Royce an den Hut zu stecken, ist das die Wirtschaft? Wenn er begreift, dass es besser ist, den Produktivitätszuwachs zwischen Kapitalgebern und Arbeitern gerecht zu teilen, könnte das die Wirtschaft sein. Wirtschaft ist eigentlich am Überleben interessiert. Genauso wie ein Volk, das basisdemokratisch das Richtige durchsetzt.
Kapitalisten sind wir alle, wenn wir nur könnten. So wie der sprichwörtliche Vegetarier, der nach dem Erben der Fleischfabrik den Fleischgenuss preist, oder wie der Bekannte, der seinen Teppich anbrennt und mich bittet, es meiner Haftpflicht zu melden.

aNaRcHiSt schreibt:"Demokratie gab es nicht, gibt es nicht und wird es in naher zukunft auch nicht ge



Guten Tag !

Nur konsequent demokratische Formen der Entscheidungsfindung und der Mitbestimmung, in allen Aspekten des Zusammenlebens - insbesondere auch in der wirtschaftlichen Tätigkeit der Menschen - können ein friedliches, weil gerechtes Zusammenleben von Menschen ermöglichen. Die Mehrheit sollte zwar entscheiden, darf aber nicht beanspruchen, "Recht zu haben". Demokratie findet entweder im Alltag statt, oder überhaupt nicht - nämlich am Arbeitsplatz, wo Menschen die meiste Zeit ihres aktiven und produktiven Lebens verbringen. Und gerade dort fehlt sie völlig. Wir haben keine echte Demokratie, sondern bestenfalls eine "Freizeitdemokratie" - d.h eine (Geld-) Scheindemokratie in der Freizeit, oder im Supermarkt, sofern man das nötige Kleingeld hat !

Übrigens, ist es dir schon aufgefallen (?): Egal, welche politische Partei an die Macht kommt, die Politik bleibt immer (fast) die gleiche. Woran liegt es wohl ? Nun, weil die echten Wahlen nicht alle paar Jahre stattfinden, sondern jeden Tag - ohne daß es den Menschen gesagt wird ! Jeden Tag wählst Du Jemanden oder Etwas - die Wahlurnen sind die Ladenkassen und die Bankschalter. Die Stimmzetteln dafür trägst Du in deinem Portemonnaie - und keine Sorge, diese Stimmzetteln werden garantiert korrekt gezählt, auch ohne jegliche Aufsicht ! Nur welch Pech : einige Menschen haben viel, viel mehr Stimmzetteln als Du. Was man hierzulande Wahlen nennt, ist doch was für die Deppen, oder !?

Mit Gruß
Desi


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