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Thema: Eigentum wird belohnt und Leistung bestraft


Email zu Menschenrecht N. 17 (Das Programm der eLeW entspricht der Erkärung der Menschenrechte):

"Hallo, toll, dass es endlich jemand gewagt hat. Hier wird etwas wichtiges und richtiges auf den Weg gebracht.

zu 17.
Jeder hat das Recht, sowohl allein als auch in Gemeinschaft mit anderen, Eigentum innezuhaben. Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden.

Sollte überarbeitet werden. Eigentum sollte begrenzt werden, denn Eigentum wird belohnt und Leistung bestraft. Es kann nicht sein, dass zum Beispiel für die Einmalleistung des Baus eines Hauses Generationen von Erben in schmarotzender Weise die Leistungen der Wertschöpfer(Mieter) absahnen. Ich meine, Eigentum bedarf einer neuen Definition. Eigentum ist ein Grundübel und steht der Entwicklung der Menschheit im Wege. Eigentum an Patenten und Entwicklungen, die nicht zum Einsatz kommen, weil sie wirtschaftlichen Interessen im Wege stehen.

Ausserdem, was ist Raub? Wer ist Räuber? Wer ist Beraubter? Haben Eigentümer zuerst anderen etwas weggenommen, bevor sie Eigentümer wurden?



Mit freundlichen Grüßen .."



Zu Räubern und Beraubten darf ich, bitte, mal eine verstaubte Geschichte hervorholen, die ich noch nie anbringen konnte. Stellen Sie sich vor, ein Mündel hat einen Anwalt. Als die Zeit kommt, dass das Mündel sein Erbe antritt, verleugnet der Anwalt seine Stellvertreter Rolle. Er sagt, er hat sich an das Geld gewöhnt, seine Kinder gehen auf die höhere Schule und brauchen ihn mit dem Geld, und schließlich gibt es sowas wie Gewohnheitsrecht. Unmöglich, dass der Bundestag sowas gesetzlich absegnet? Nein, versucht hat er es.

Nun ich bin Berliner, und Bonn ist Haupstadtersatz. Wäre nicht die PDS bei der Abstimmung über die Hauptstadt mit dabei gewesen, wäre der Anwalt mit der Erbschleicherei durchgekommen. Aber die PDS konnte auch nicht verhinden, dass Berlin - vor der Mauer mit täglich 300 Millionen aus Bonn zur Insel der Glückseligen geworden - sofort alle Subventionen gestrichen bekam. Das bedeutete schon Kollabieren am Entzug.
Aber das hohe Haus fand, das musste sein, damit Bonn dieses Geld plus Trostpflastergeld bekommt.

Aber dann hätte man wenigstens die Ämter, die den Russen gegen deren Protest wegen der Dreiteilung unter deren Nase gegründet wurden, in Berlin lassen können.
Nein Strafe muss sein, so wurden sie ausgelagert. Z.B. kam das Bundesinstitut für Berufsbildung, bei dessen Start am Platz der Luftbrücke Überschalljäger aus Protest Westberliner Fenster haben zerspringen lassen, nach Bonn. Bonn würde jetzt jedem Hauptstadtumzug zustimmen, der Verzicht aufs Erbe wurde zum Profit.

Genug der Räuberei? Eins noch. Ein Teil der besagten Politiker hat sich von der Berliner Bankgesellschaft gegen kleine Zinsen Kredit zum Anlegen in einem nur Eingeweihten zugängigen Fond bei der Berliner Bankgesellschaft für mehrfach höhere Zinsen geholt. Ein Raub, der den Berliner Haushalt mit 20 Milliarden DM belastete und der am Geld-Entzug leidenden Stadt weiter zusetzte. Damit der schleichende Tod auch anhält, haben dann Berliner Politiker eine Volksabstimmung über den Bankenskandal und eine Insolvenz der Bankgesellschaft verhindert oder umgekehrt.

Was soll das zum Eigentum sagen? Nichts, ihr Anderen sollt mal zuerst ran.

Alles Gute, Hans U. Scholz



Also nochmal kurz:

Der Erste sagt zu einem Stück Land, einem Baum…das ist mein Eigentum. Mit Paragrph17 hat er nun ein Recht auf Eigentum. Dieses Eigentum könnte aber auch dem Zweiten, Dritten sein Eigentum sein, würden sie es als solches bezeichnen. Da aber der Erste nach Paragraph 17 ein Recht auf Eigentum hat, müssten sie den Ersten willkürlich berauben, wollten sie denn Eigentümer sein. Dürfen es aber nicht! Obwohl sie eigentlich ein Recht auf Eigentum von diesem Land oder Baum hätten, wären sie nicht Zweiter oder Dritter, sondern der Erste. Also ist Paragraph 17 der Paragraph der Räuber. Unrecht wird zu Recht?!? Und das mit zwei Sätzen!





Ja, es ist ja eigentlich ganz simpel, zumindest vom Prinzip her: Wenn keiner mehr etwas besitzt (besitzen darf), kann einem ja auch niemand etwas wegnehmen... denn keiner dürfte überhaupt einen Besitzanspruch äußern.

Leider ist dieses Prinzip aber (noch) völlig realitätsuntauglich, also sollte man eher zusehen, dass der Eigentum so gerecht wie nur möglich verteilt wird. Das ist wie bei meinen kleinen Brüdern, solange man beidem etwas von ungefähr gleichem Wert schenkt, sind sie zufrieden und "gönnen" es dem anderen und sich selbst natürlich. Kriegt nur einer etwas oder einer viel und einer wenig, ist die Hölle los.



Zum Thema Bodenrecht: Herr Bürgermeister, Sie handeln weder christlich noch sozial

Lieber Herr Bürgermeister,

Sie haben bekannt gegeben, daß Sie Grund und Boden, der bisher unserer Gemeinde, also der Gemeinschaft aller Bürger gehörte, demnächst an nur wenige einzelne, ausschließlich für sich interessierte Private verkaufen werden. – Da handeln Sie dann, Herr Bürgermeister, grundsätzlich nicht gerecht, nicht christlich–sozial !

Sie sollten vielleicht im Rahmen Ihrer Gemeindepolitik beachten, daß unsere Erde existenzielle Lebensgrundlage absolut jeden einzelnen Menschen ist und daß deshalb auch – gerechterweise, nach christlich beziehungsweise sozialem Prinzip also - entweder jeder Mensch ein Stück dieser Erde für sich besitzen müßte – was organisatorisch nicht machbar ist – oder aber aller Grund und Boden unbedingt der Gemeinschaft aller Menschen gehören sollte. – Es kann - vom Prinzip her - nicht angehen, daß Nicht-Boden-Besitzer von etwas Lebenswichtigem, in diesem Fall von unserer Erde, abhängig sind, die Verfügungsgewalt über diese Erde aber nur bei wenigen Privilegierten, den Boden-Besitzern, liegt - und daß darüber hinaus nur diese Bodenbesitzer allein die laufende natürliche Wertsteigerung des Bodens für sich kassieren können.

Anstatt es zu verkaufen, dürften Sie also, Herr Bürgermeister, – noch einmal sei's gesagt: gerechterweise, d.h. christlich oder sozial handelnd – Gemeineigentum an Grund und Boden ausschließlich verpachten. – Was sich für unsere Gemeinde auch finanziell rechnen würde; denn mit den entsprechenden Pachteinnahmen könnte man immer einen eventuell notwendigen gemeindlichen Haushaltskredit finanzieren. So würde die Netto-Verschuldung nicht einmal erhöht, denn auch das Gläubigervermögen wüchse ja an.

Um ein denkbares Mißverständnis auszuschließen: Hinter der hier von Ihnen erbetenen – gerechten - Vorgehensweise versteckt sich nicht etwa bodenpolitischer Rigorismus. Überkommene Bodeneigentümer, für die ihr Eigentum gegebenenfalls auch ihre – unbedingt zu respektierende - philosophische Lebensgrundlage darstellt, dürfen in ihrem Recht selbstverständlich nicht substanziell eingeschränkt werden. Die Allgemeinheit müßte sich von diesen lediglich ein Vorkaufsrecht sichern.

Herzlichst – Ihr

huscholz: Das habe ich hierher kopiert. Der Verfasser, Günter Woltmann-Zeitler ist überparteilicher Problemlöser, der mich sehr inspiriert. Sein Buch hat den Titel: "Das Paradies auf Erden ist machbar: So!". Der Link oben führt zum Text, aber damit auch zu der Webseite mit den Problemlösungen.



Würde man dieser Argumentation folgen, wäre jeder Handel Diebstahl. Ist doch ok, der eine bringt Leistungen wie z.B. Bauen eines Hauses, Finanzieren, Instandhalten. Der andere nutzt es und bezahlt dafür. Der eine malt ein schönes Bild, besitzt es. Ein anderer will es haben und bezahlt.
Der Einwand gegen diese Menschenrechtsformulierung des Eigentums ist völlig abwegig. Er dürfte von jemand stammen, der immer nur von anderen nimmt und nie selbst gibt.



Bedächtig:
Würde man dieser Argumentation folgen, wäre jeder Handel Diebstahl. Ist doch ok, der eine bringt Leistungen wie z.B. Bauen eines Hauses, Finanzieren, Instandhalten. Der andere nutzt es und bezahlt dafür. Der eine malt ein schönes Bild, besitzt es. Ein anderer will es haben und bezahlt.


Theoretisch stimmt das schon, das Leistungen einen Wert haben sollten. Aber leider liegt im Eigentum auch immer die Gefahr der Anhäufung. Was dazu führt, das manche sehr viel und viele nur sehr wenig haben. Denn der zu besitzende Eigentum beschränkt sich ja auf die in der Welt existierende Materie, die nunmal begrenzt ist. Wären es wirklich nur die Leistungen, die einen Wert hätten, so stände jeder Mensch vor den selben oder zumindest sehr ähnlichen Möglichkeiten. Doch dadurch, dass materieller Eigentum angehäuft und über Generationen gescheffelt werden kann, folgt daraus eine, für neu in die Gesellschaft hineingeborene Menschen, ungerechte Verteilung des Besitztums. Leistungen von arm geborenen Menschen haben von Anfang an einen unvergleichsweise niedrigen Wert im Gegensatz zu den wenigen reich geborenen Menschen, was bedeutet, sie müssen sich wesentlich mehr bemühen um den selben Lebensstandard zu erreichen - und ja, das ist auch hier in der BRD so.

Der Einwand gegen diese Menschenrechtsformulierung des Eigentums ist völlig abwegig. Er dürfte von jemand stammen, der immer nur von anderen nimmt und nie selbst gibt.


Das glaube ich eher weniger. Es scheint mir wohl eher von jemanden zu kommen, der wesentlich höhere Ideale hat und mehr an seine Mitmenschen glaubt, als die meisten anderen.

Gruß Alice



>Würde man dieser Argumentation folgen, wäre jeder Handel Diebstahl. Ist doch ok, der eine bringt Leistungen wie z.B. Bauen eines Hauses, Finanzieren, Instandhalten. Der andere nutzt es und bezahlt dafür.<

Nur von einer Seite richtig. Ich bin Handwerker und habe in vielen Gebäuden gesehen, wie mit Eigentum umgegangen wird. Von Seiten der Eigentümer! Es geht nur um das Kassieren! Werterhaltung findet oft nur in sehr begrenztem Maße statt und wenn sie dann notwendig ist (Modernisierung) auf die Miete umgelegt – also wird der Nichteigentümer belastet, nicht der Eigentümer.
Oder die Privatisierungen von Bahnen, Elektrizitätswerken, von Wasser usw. alles läuft darauf hinaus, dass die neuen Eigentümer alles halbwegs am Leben halten und kassieren. In vielen Berichten im TV dargelegt. Die meisten nehmen das leider einfach so hin. In GB überlegt man sich ob die Bahn wieder verstaatlicht werden soll, während in D die Bahn permanent gegen die Kunden arbeitet zum Wohle der Eigentümer. Die Technik verrottet bis dann die Allgemeinheit für die Erneuerung aufkommen soll, muss.
Kurz: Gewinne gehen zum Eigentümer die Verlusste an alle! Wozu dann Eigentum schützen?

>Der (Die) andere(n) nutzt(en) es und bezahlt(len) dafür< bis in aller Ewigkeit zum Wohle der Eigentümer ...

In der Sahara lebt ein Nomadenvolk: jeder hat soviel Eigentum, wie er tragen kann. Und sie sind glücklich.




http://www.zeit-fragen.ch/

Artikel 1: Zeit-Fragen Nr.26 vom 27.6.2005

Einwanderung und Auswanderung von Kapital und Menschen

Freizügigkeit verhindert konfliktarme Sesshaftigkeit und macht die Menschen zu Zwangsnomaden
Dies widerspricht der Idee von Freiheit und Demokratie
von Ivo Muri, Unternehmer, Sursee
>
Interessanter Artikel Eigentum kontra Menschen. Dagegen kann kein nationaler Sozialismus schützen. Was kann dieser ungehemmten Kraft des Eigentums entgegengesetzt werden? Menschen gegen Kapital!!!!!? Aber hinterm Kapital sind auch Menschen und was für welche!



Schade, dass dieser thread unterbrochen wurde.

Die von Herrn Höpfner am 4.7.05 genannte Quelle ist immer noch online verfügbar.

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