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Thema: ihr idealismus ist zum scheitern verurteilt |
bei allen vorhaben sollten die gegebenheiten berücksichtigt werden. das heisst, nur die gegenwart ist ausschlaggebend. die vergangenheit ruht, und was in drei jahren ist, weiß keiner.
für ihre partei bedeutet das, gehen sie von den menschen aus, wie diese nun einmal sind.
gehen sie von der bequemlichkeit aus. wer soll sich finden, für sie zu arbeiten?
gehen sie von der dummheit aus. wer soll sie verstehen und überhaupt vermissen?
gehen sie von der gier aus. wer kann die folgen bedenken, wenn sogar anwälte oder ärzte bei gewinnversprechungen von 1000% und mehr zu denken aufhören?
gehen sie von der überheblichkeit aus. wer soll ihnen folgen, wenn parteileute keine meinung akzeptieren ausser der eigenen?
wenn das freie spiel der kräfte auch chaotisch aussehen mag, im chaos steckt system. lassen sie alles laufen, denn zum gegensteuern fehlt ihnen die macht und zur macht fehlt ihnen das geld.
nichts für ungut, anonym
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Guter Rat muss nicht teuer sein. Der Gedanke, alles laufen zu lassen, auch als Chaos, kommt schon mal gelegentlich, wenn etwas zu anstrengend wird. Gewiss ist es dann Idealismus, nicht nachzulassen und weiter zu machen.
Aber dieser Idealismus scheint nicht gemeint zu sein, sondern die idealistische Vorstellung vom Menschen. Wir sollen den Menschen besser so sehen, dass der Mensch ungeeignet ist, so etwas wie die eLeW zu unterstützen, zu verstehen und gelten zu lassen. - Nun denn, da macht das Antworten ja richtig Spaß.
Schauen wir mal auf den Menschen, der unser Land am Leben erhält.
Es ist die Frau und der Mann, die arbeiten, die mit kleinen Schritten am Weiterkommen stricken, die Kinder groß ziehen, die sich was zurücklegen und am Ende oft Vergesäßung erleiden. Bei allem Können und Wollen, die eigenen Dinge in die Reihe zu bringen, sind diese Frauen und Männer (und um unser Land am Leben zu erhalten sind das sehr viele) in eine Gesellschaft voller Widersprüche eingebunden, aus denen ihnen Schäden, Leid, Erschöpfung, Schmerz und Krankheit bis zur physischen und psychischen Vernichtung entstehen. Auf diesen Tüchtigen wird rumgetrampelt.
Beispiel Krankenschwester mit Familie, Wechselschichten, zuverlässig bis zur Selbstaufgabe wird abgewickelt und mit 276 Euro Hartzgeld abgespeist. Wegen immer höherer Staatsschulden fließt gleichzeitig der Bundeshaushalt in Form von steigenden Zinsen zunehmend auf die Konten von Gläubigern, die keine Leistung dafür erbringen. Um Letztere zu bedienen, wird der Krankenschwester das Ersparte so lange wie möglich angerechnet, damit sie gar nichts bekommt. Nicht die Vermögenden werden vom Staat in die Pflicht genommen, sondern alle Fast-Habenichtse.
So gibt es zahllose Widersprüche, von denen täglich einer auf der eLeW-Seite angesprochen wird, und zahllose Belege, dass Deutschland ruiniert wird. Es gibt auch zahllose Vorschläge, Demonstrationen und Bürgerinitiativen. Wer aber geht den Verantwortlichen direkt an den Kragen?
Deshalb musste die eLeW einfach gegründet werden. Hätten das andere getan, hätte ich mich nur anzuschließen brauchen. So aber steckt das Ganze noch in der Anfangsphase. Jetzt gibt es für Männer und Frauen, die sich nicht mehr nerven oder ruinieren lassen wollen, einen Weg, die Politiker durch Volksvertreter zu ersetzen und basisdemokratisch auch der Politik die eigenen Qualitäten zu vermitteln: Zuverlässigkeit und Verantwortung.
Freie Bahn den Tüchtigen, lieber anonym. Tüchtige können idealistisch oder praktisch denken, aber, lieber anonym, warum sollen sie scheitern?
An alle: Liebe Tüchtige, breitet auch massenhaft in der eLeW aus.
Alles Gute, Hans U. Scholz
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Ein rührendes Zwiegespräch, anonym und huscholz, aber aneinander vorbei. Ich finde die Einstellung von huscholz schon gut, aber etwa tausend Jahre zu früh. (Als Optimist gehe ich von einem lernfähigen Menschen aus, der mit Sicherheit in ferner Zukunft die oben genannten Widersprüche auflöst).
In diesen Tagen der Flutwelle erleben wir weltweite Hilfsbereitschaft, Menschen, die als Helfer über sich hinauswachsen und - Menschen, die ihren Urlaub neben den Trümmern weiter feiern, die nur für sich ein Optimum herausholen wollen.
Mein Eindruck ist, dass nur Zwang in der Gegenwart hilft. Zwang durch die Verhältnisse und/oder Zwang durch eine Regierung. Für die elew kann nur helfen, dass die elew den Zwang der überzeugenden (weil wie auf diesen Seiten immer betont wird: richtigen) Argumente auf ihrer Seite hat und das sich das rumspricht.
In diesem Sinne der elew ein erfolgreiches 2005.
Severin, der sich drüber freuen könnte
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Danke für die guten Wünsche an die eLeW, Severin, ansonsten kamen meines Wissens keine weiteren.
Nach einem Jahr ist die Lernphase ja nicht vorbei, sie fängt damit gerade erst an. Deshalb sind auch brauchbare Ratschläge immer willkommen.
Danke, Hans U. Scholz
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